Ein halber Herbstteller

Ja, heute gibt es einen „Herbstteller“, aber eben nur einen halben 🙂 Ich habe meinen ersten – halben – Tellerrock konstruiert. Das ist richtig einfach und er hat Potential noch öfter genäht zu werden.

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Ist der Stoff nicht ein Traum? Vor dem stand ich schon im letzten Herbst, aber ich wusste irgendwie nie so richtig, was ich daraus machen könnte. Also habe ich ihn da gelassen…. Und jetzt, nachdem ich den Schnitt fertig hatte, war klar, wenn es diesen Stoff noch gibt, muss er es sein, und ich hatte Glück. Es ist so eine Art Samt und einfach nur schön 🙂

Errechnet und erstellt habe ich mir den Schnitt anhand des Videos „Tellerrock around the clock“ von makerist. Ich bin ja ein absoluter Fan von Anleitungsvideos. Fast alles, was ich an Wissen und Können im Bereich Nähen habe, stammt aus solchen Videos oder aus Blogs, in denen verschiedene Schritte erklärt werden. Einen Nähkurs habe ich noch nie besucht. Ich nähe auch sehr gerne parallel mit diesen Videos. Sehr viel habe ich bei Ina (pattydoo) gelernt. Mein erstes Werk war denn auch eine Elaine. Das Jersey schwierig sein soll, wußte ich damals nicht und hab einfach das gemacht, was im Video gezeigt wurde. Und es hat problemlos geklappt. Manchmal ist es schon gut, wenn man gar nicht weißt, dass etwas schwierig ist. Dann denkt man nicht groß drüber nach und macht es einfach….

Und nun dieser halbe Teller 🙂 In dem Video wird auch der ganze Teller erläutert, aber dafür finde ich, braucht man einfach zu viel Stoff. Aber auch so ein halber Tellerrock schwingt super schön, seht Ihr 🙂

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Für die Röcke gibt es zwei Bundvarianten: einmal mit Gummibund und einmal mit festem Bund und Reißverschluss. Ich habe für diesen ersten Versuch die einfache Gummibundversion genommen, da ich fast nie Oberteile in den Bund stecke, passt das auch. Der Saum wird mit einem Schrägband eingefasst. Dabei kann man entweder das Schrägband sichtbar annähen, also den Saum richtig einfassen oder man näht das Schrägend rechts auf rechts am Saumrand an und klappt alles nach Innen und näht es dann an. So hat man einen schönen Saumrand und sieht von der rechten Seite nichts vom Schrägband. So habe ich es bei diesem Rock gemacht. Wenn man den Rock schwingen läßt, kann man das Schrägband sehen 🙂 Ich habe extra eins genommen in einer dazu passenden Kontrastfarbe 🙂

Das Shirt kennt Ihr ja schon, es ist eines meiner viel getragenen und geliebten Wasserfallshirts (gezeigt hier). Was es sonst heute noch alles an selbstgenähten Kreationen zu bewundert gibt, findet Ihr hier 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

Minitasche statt Plastiktütchen

Taschen besitzen wir ja viele 🙂 Jeder, der selber näht, hat mit Sicherheit einen mehr oder weniger großen Stapel davon. Was mir aber bisher immer gefehlt hat, war eine kleine Tasche. So in der Größe, wie man sie in Plastik in jeder Drogerie oder Kaufhaus bekommt. Denn wenn ich nur Kleinigkeiten einkaufe, Duschgel, Strümpfe oder ein Taschenbuch… brauche ich keinen großen Stoffbeutel und laufe damit dann auch nicht gerne herum. Daher habe ich mir nun eine Minitasche genäht, hier ist sie

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Als Basis habe ich „Omas Liebling“ von farbenfix genommen. D. h. ich habe die Anleitung für die Nähte verwendet und die Träger. Die Abnäher am Boden der Tasche, die sie etwas bauchiger machen, habe ich weggelassen. Bei so einer kleinen Tasche passt das so gar nicht. Und die Maße habe ich mir selber ausgedacht. Die Minitasche ist ca. 21 cm breit und ca. 23 cm hoch – ohne Träger.

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Rein passt da echt ’ne Menge und weil sie so klein ist, habe ich sie immer in meiner Hand- bzw. Hundetasche dabei. Und die ist ja nicht wirklich groß 🙂 Ein normaler Stoffbeutel geht da nicht so einfach rein… Sie passt natürlich auch vom Stoff perfekt zur Hundetasche 🙂

Bisher gibt es auch nur ein Exemplar von dieser Minitasche, denn mehr würden dann wieder überall sein, nur nicht da, wo ich sie brauche. Aber für Weihnachten werde ich davon sicher noch einige für die Geschenkekiste nähen. Ein Minitäschchen kann man immer gebrauchen.

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So habe ich es nach langer Pause mit dieser Tasche auch endlich wieder mal geschafft bei RUMS und auch bei 12 Monate – 12 Taschen mitzumachen. Ich wünsche Euch eine schöne und kreative Restwoche und gehe jetzt mal schauen, was die Anderen alles Schönes gewerkelt haben 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

P. S. Das muss ich doch zum Ende noch kurz berichten: Ich habe eine Neue 🙂 Ja, ich habe mich entschieden und habe mir eine neue Nähmaschine gekauft, die Pfaff Expression 3.5 und bin super begeistert von diesem Schätzchen. Danke Katharina, für Deine Beratung 🙂 Mehr über die Maschine berichte ich Euch demnächst. Wir müssen uns erstmal kennenlernen. Denn noch kann die viel mehr als ich und hat auch so diverse Füsschen im Angebot, die ich noch alle ausprobieren muss 🙂

Verlinkt zu: RUMS, 12 Monate – 12 Taschen, Link Your Stuff, Taschen und Täschchen

Miette und Little Clouds in Jeansblau

Einer Strickjacke, die scheinbar jeder schon gestrickt hat, ist die „Miette“ von Andi Satterlund. Auch ich habe sie bereits einmal gestrickt. Damals hatte ich noch furchtbar viel Respekt vor englischen Anleitungen 🙂 Mittlerweile liebe ich sie, sie sind meist genauer und auch einfacher als deutsche…. Aber man muss sich trauen 🙂

Und hier ist nun meine Miette Nr. 2 in Jeansblau:

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Richtiges Blau ist ja eine für mich sehr untypische Farbe, steht mir leider auch nicht wirklich…. Aber Jeansblau ist ja kein Blau, Jeans passt immer 🙂 Daher habe ich mich mal auf eine eher ungewohnte Farbe für mich gestürzt und bin sehr begeistert. Beim Garn habe ich auch Neuland betreten… Bisher habe ich Wolle immer in einem Laden gekauft, aber da ich in diversen Blogs schon so oft von Dro*swolle gelesen habe, wollte ich die denn nun auch endlich mal ausprobieren. Und was soll ich sagen, ich bin von der Qualität wirklich begeistert.

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Insgesamt habe ich für meine Miette 9 Knäuel Big Merino gebraucht. Gestrickt habe ich das Ganze mit einer 5,5er Nadel. Verlängert habe ich die Miette sowohl im Ganzen als auch an den Ärmeln. Wie viel genau, habe ich leider vergessen aufzuschreiben…. Allerdings würde ich bei der Nächsten, noch mehr verlängern. Denn so, finde ich, ist es trotzdem eher eine Kleiderjacke und so oft trage ich die dann auch nicht. Daher wäre es schon ganz gut, wenn die Jacke noch etwas länger wäre…

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Da ich ja bei Wolle immer jemand bin, der auf Nummer sicher geht, habe ich natürlich auch ziemlich reichlich Wolle bestellt 🙂 Okay, sie war im Angebot, aber 14 Knäuel waren doch ein bisschen viel… Und was macht man, wenn man Wolle übrig hat? Genau, man strickt ein weiteres Tuch 🙂 Meine Wahl fiel  dieses Mal auf die „22 Little Clouds“ von Martina Behm. Genau wie die Miette eine kostenlose Anleitung.

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Die Little Clouds stricken sich super schnell und sind auch von der Größe vielseitig einsetzbar. Verbraucht habe ich für das Tuch so ca. 4,5 Knäuel. Es ist also nur noch ein winziger Rest übrig 🙂

Ich hoffe, ich kann Euch bald auch wieder Genähtes zeigen, aber momentan ist meine Overlock zur Jahreswartung und meine „normale“ Nähmaschine zickt dermaßen rum, dass ich jetzt definitiv eine neue Maschine kaufen werde. Also, über Tipps von Euch würde ich mich sehr freuen. Denn sie sollte vielseitig einsetzbar sein, Jersey und auch Jeans problemlos nähen können und auch das Preis-Leistung-Verhältnis sollte stimmen.

Was es sonst noch Tolles an selbst geschneiderter Kleidung heute zu bestaunen gibt, könnt Ihr Euch hier ansehen 🙂

Viele Grüße, Eure Brigitte

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Audrey In Unst in Sonnengelb

Macht dieses Strickjacke nicht sofort gute Laune? Ich finde dieses Sonnengelb einfach nur toll 🙂 Endlich habe ich es geschafft, die „Audrey In Unst“ von Gudrun Johnston zu stricken. Sie stand schon etwas länger auf meiner „To Knit“-Liste 🙂

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Die Strickjacke wird in einem Stück gestrickt, allerdings von unten nach oben. Daher wird auch an den eigentlichen Seitennähten eine linke Masche eingestrickt. Wirkt dadurch optisch wie eine Naht. Praktisch ist das aber wohl notwendig – so hat man mir das zumindestens mal in einer Strickgruppe erklärt – damit sich das Strickstück nicht verdreht. Ist noch wichtiger bei Pullovern. Persönlich finde ich es angenehmer von oben zu stricken, aber Hauptsache es wird in einem Stück gestrickt. Denn das Zusammennähen finde ich immer ziemlich furchtbar….

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Gebraucht habe ich für diese Jacke insgesamt 8 Knäul Cashcot von Lana G*ossa mit Nadelstärke 3,5 für die Jacke selbst und etwas mehr, ist so vorgesehen in der Anleitung, also 3,75 für die Bündchen. Die sind bei dieser Jacke allerdings ziemlich anstrengend, es wird mit verschränkten Maschen gestrickt. Rechts verschränkt finde ich ja okay und das geht ja auch noch recht zügig, aber links verschränkt… Puh, man ist echt froh, wenn man damit durch ist. Ist wirklich ein kleiner Liebesbeweis an die Jacke…. Die Wolle ist sehr angenehm, warm aber eben nicht zu warm. Sie besteht aus 85 % Baumwolle und 15 % Cashmir. Tolles Garn und das Beste, es war im Sonderangebot in meinem Wollgeschäft 🙂 Da habe ich mich natürlich direkt eingedeckt. Im Moment arbeite ich an Jacke Nummer zwei aus diesem Material 🙂

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Nach häufigem Regen habe ich endlich eine ausgiebig Hunderunde fürs Fotomachen genutzt. Daher ist der Punktehund auch mit von der Partie 🙂 Zu der Jacke trage ich mein momentanes Lieblingskleid: das Weihnachtskleid aus dem letzten Jahr 🙂 Allerdings habe ich es angepaßt. Ich habe die Ärmel auf Dreiviertel Länge gekürzt und auch die Rocklänge um einiges reduziert. Seid diesen Änderungen trage ich das Kleid echt viel, es ist super gemütlich und läßt sich immer wieder anders kombinieren 🙂 Da es an diesem Morgen zwar sonnig, aber noch nicht ganz so warm war, habe ich mich zusätzlich in mein Braidsmaid-Tuch gekuschelt. Finde die Farben passen alle perfekt zusammen… Ja, und die obligatorische Hundetasche darf natürlich auch nicht fehlen 🙂

Noch mehr wunderbare selbstgemachte Kleidung findet Ihr heute hier. Viel Spaß beim Stöbern 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

Verlink zu: MMM, Stricklust, Crealopee, Link Your Stuff

Winterjacken-SewAlong: Schnitt- und Stoffvorstellung

Also, direkt vorweg: Die Käferjacke ist vom Tisch 🙂

Im letzten Post zum Winterjacken-SewAlong hatte ich ja insgesamt drei Schnitte vorgestellt, die ich mir alle drei vorstellen könnte. Allerdings war ich bei der Käferjacke, einer Jacke im Retrostil, von Anfang an etwas unsicher… Glücklicherweise habe ich sehr viele Rückmeldungen von Euch bekommen 🙂 Danke dafür 🙂 Daher steht meine Wahl nun fest:

Die Webpelzjacke !!

Heutiges Thema des Winterjacken-SewAlong: Schnitt- und Stoffvorstellung. Und ich habe den perfekten Stoff gefunden, er ist einfach ein Traum:

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Ist diese Farbe nicht toll… Ich bin total begeistert…. und der ist so was von weich, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen 🙂 Auf dem Bild oben kommt die Farbe halbwegs echt rüber. Der Futterstoff hat in etwa die gleiche Farbe wie das Zottelfell nur ein bisschen kräftiger und dunkler. Und natürlich bekommt die Webpelzjacke auch ganz stilecht Pelzhaken.

Von diesem traumhaften Zottelfell habe ich direkt zwei Meter gekauft. Eigentlich brauche ich für die Jacke nur 1,5 m, aber der Stoff ist so toll, da dachte ich mir, lieber etwas mehr 🙂 Ein Zottelloop wär doch auch was, oder 🙂 ?

Der Schnitt stammt aus dem Burda Näh-Lehrbuch „Nähen leicht gemacht“ von 1986. Da ich so gar nicht einschätzen kann, wie diese Schnitte ausfallen, werde ich ein Probeteil nähen. Denn wahrscheinlich werde ich den Schnitt auch anpassen müssen, denn die Jacke soll um die Hüften ja locker sitzen, gleichzeitig aber auch obenherum kein Sack sein. Hoffe, ich krieg das hin… Zur Probe werde ich Fleece nehmen, eine der Fleecedecken vom Möbelschweden 🙂 Die eignen sich dafür perfekt.

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So flauschig ist übrigens der Zottelstoff 🙂 Die Farbe kommt zwar auf dem Bild nicht richtig rüber, aber man kann ahnen, wie weich und kuschlig der Stoff ist.

Welche Stoffe und Schnitte die anderen Teilnehmer vom Winterjacken-SewAlong in Planung haben, könnt Ihr hier bestaunen. Dieses Mal gibt es dort auch das erste Tutorial,  Thema „Schulterpolster“.

Viele lieb Grüße und einen guten Start in die Woche, Eure Brigitte

Freutag mit Geschenken

Ich habe tatsächlich etwas gewonnen. Meistens geht man ja auch bei kleinerer Teilnehmerzahl leer aus, aber dieses Mal war mir die Glücksfee holt 🙂

Andrea (baanila.blogspot.de) feierte ihren zweiten Geburtstag und hat sich einige richtig tolle Gewinne für alle Teilnehmer ausgedacht. Und einen dieser Preise habe ich gewonnen, einen wunderschönen – natürlich selbstgemachten – Anhänger 🙂 Eigentlich gehörte zu diesem Geschenk noch etwas Süßes… Das hat es aber nicht bis auf das Foto geschafft, dafür aber ganz schnell in meinen Bauch 🙂 Danke Dir nochmal ganz herzlich für diesen Gewinn, Andrea 🙂

Anhaenger

Aber damit nicht genug… Katharina (stitchydoo.blogspot.de) hat eines ihrer Schnittmuster in einer richtigen Zeitschrift veröffentlich, in dem Heft „Näh was mit Wachstuch“ 🙂 Ist das nicht toll… Gesehen hatte ich die Zeitschrift im Laden schon vorher, aber ich bin standhaft geblieben… Nein, die brauchst Du nicht, leg sie wieder weg 🙂 Denn man kann sich ja nicht jedes neue Näh- oder Strickheft kauften… Und wie gut, denn wenige Tage später hat Katharina fünf dieser Hefte auf ihrem Blog verlost und eins davon habe ich gewonnen 🙂
Und da sind einige Sachen drin, die ich unbedingt nachnähen muss 🙂 Danke Dir nochmal ganz herzlich für diese schöne Zeitschrift 🙂

Was will man mehr an einem solch herrlichen, sonnigen Freutag 🙂 Ich wünsche Euch allen ein traumschönes Wochenende 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte