Projekt Brot und Butter – Erstes Treffen: Bestandsaufnahme

Brot_und_Butter

Frau Siebenhundertsachen hat zu einem ganz besonderen Sew Along aufgerufen. Es geht um geliebte und oft genutzte Alltagssachen, kurz um Brot-und Butter-Teile im Kleiderschrank. Beim heutigen ersten Treffen geht es um die Bestandsaufnahme:

Was brauche ich denn überhaupt? Welche Kleidungsstücke trage ich in heavy rotation, bis sie auseinanderfallen? Welche vermisse ich jedes Mal, wenn ich ratlos am Morgen vorm Kleiderschrank stehe? Fehlen mir nur bestimmte Elemente (Oberteile, Röcke, Hosen, Jacken, Bhs) oder ganze Outfits oder doch das entscheidende eine Teil (ein grauer Blazer, ein schwarzes Strickjäckchen, eine weiße Bluse)? Was hat Priorität? Was kann ich realistisch in knapp drei Monaten schaffen?

Was brauche ich:

Dringend brauche ich „Unterteile“, also Hosen jeder Art und Röcke. Mit Oberteilen bin ich dank der Aktion von Constance relativ gut ausgestattet. Aber bei Hosen trage ich im Moment alles auf, was ich noch in meinem Kleiderschrank besitze. Die meisten Hosen haben allerdings ihre besten Zeiten schon hinter sich.

Einen für mich passenden Hosenschnitt habe ich bisher noch nicht gefunden. Wahrscheinlich werde ich mich irgendwann an die Ginger-Jeans machen, aber das dauert denke ich noch etwas. Die dafür notwenigen Anpassungen schrecken mich noch ein wenig ab… Ansonsten habe ich jetzt einmal die Sweathose Jenna von pattydoo genäht, aber noch nicht gezeigt… Sie sitzt gut und ist mega gemütlich. Aber ob sie so wirklich alltagstauglich ist… Sie ist, da aus recht dickem Wintersweat genäht, sehr voluminös um den Popo – trägt schon ordentlich auf (ist aber super bequem :-).Desweiteren kennt Ina scheinbar nur Frauen mit super dünnen Waden… Ich habe die Hose an den Waden extrem angepasst, trotzdem sitzt die Hose an der Wade ziemlich eng, auch nicht ganz so meins… Trotzdem werde ich diesen Schnitt auch nochmal aus Webstoff (Lamise) nähen, vielleicht wird die Hose so besser tragbar.

Röcke besitze ich drei aus Webstoff, einen aus Jeans, einen halben Teller aus Samtcord und einen aus einem Baumwoll-Leinen-Gemisch. Letzterer ist ein Sommerrock, also für das aktuelle Wetter so gar nicht geeignet. Der Jeansrock geht, auch da ich jetzt endlich wenigsten einen Unterrock besitze. Der ist allerdings auch noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Ich habe ihn nach dem Schnitt des halben Tellers genäht, nur wesentlich kürzer. Fürs erste ist das in Ordnung, auf Dauer brauche ich da dringend eine Alternative.

Zusätzlich habe ich noch drei Jerseyröcke im Schrank. Die sind aber auch für die jetzige Jahreszeit nicht die erste Wahl.

Ideen für Röcke habe ich viele, aber noch keine konkreten. Super wäre auch ein Rock, der direkt ein Futter eingebaut hat. Mal sehen, was ich so finde.

Ja, und dann brauche ich auf alle Fälle ein oder zwei Unterkleider und eben noch einen Unterrock. Mein Plan ist es – falls ich keine bessere Anregung finde – ein Shirtoberteil (Schnitt wie Unterhemd) mit einem Rock zu versehen. Als Stoff schwebt mir da ein möglichst dünner Jersey vor. Ob das so eine gute Wahl ist, weiß ich noch nicht. Aber für ein Unterkleid möchte ich keinen starren Webstoff, das Unterkleid soll sich mitbewegen können und unter Jerseykleidern nicht auftragen.

Was ich mir auch schon lange nähen möchte, aber nicht unbedingt brauche, ist ein Bademantel aus einem kuschligen Frottee im Schnitt meiner Estherjacke. Seit ich diese Jacke genäht habe, habe ich die Esther in Frottee vor Augen 🙂

Welche Kleidungsstücke trage ich in heavy rotation:

Wirklich andauernd ziehe ich meine vier Wasserfallshirts (hier) an. Diese vier sind wirklich meine absoluten Lieblinge. Egal, ob zu Rock oder Jeans, mit diesen Teilen ist man immer angezogen, auch wenn es nur ein Shirt ist. Ebenfalls sehr viel trage ich mein geändertes Weihnachtskleid 2014, das graue Lady Skater Dress. Das ist für mich sehr faszinierend. Denn immer wenn ich an einen Schnitt für ein Jerseykleid danke, dann ist das die Ella von pattydoo. Die habe ich auch bereits zweimal (hier und hier) genäht. Diese beiden Kleider sind schön, ich ziehe sie auch an, aber sie sind kein Brot-und-Butterkleider. Das ist das Lady Skater Dress und das, obwohl grau eigentlich so gar nicht meine Farbe ist.

Ansonsten trage ich sehr häufig meine alten, gekauften Jeans. Die sind einfach perfekt, wenn man mit dem Hund unterwegs ist. Ebenfalls sehr häufig im Gebrauch ist meine Esther und auch die Jackie.

Was hat Priorität und was ist realistisch in drei Monaten umsetzbar:

  • Ein Lady Skater Dress in einem Winterkuschelstoff, zum Beispiel einem Nicky oder so.
  • Eim passendes Unterkleid
  • Webstoffhose Jamise von Pattydoo
  • Ideensammlung für Hosen und Röcke

Diese drei Teile würde ich gerne für diese drei Monate planen. Mehr wäre zwar gut und auch sinnvoll, aber da ich mit Sicherheit noch andere Dinge nähen werde und parallel immer auch diverses auf meiner Stricknadel habe, möchte ich diesen Sew Along möglichst stressfrei gestalten. Ich hab da ja auch noch ein Weihnachtskleid liegen, das fertig genäht werden muss, der Punktemann wartet auch schon länger auf die ihm versprochene Sweatjacke… Von daher ist eine kleine Liste sicher besser 🙂

Aber dieser Sew Along sorgt dafür, dass man sich wirklich mal mit seinen Klamotten beschäftigt und so auch auf seine echten Lieblinge stößt 🙂 Danke liebe Frau Siebenhundertsachen, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, Dir das Ganze auszudenken und auch die nächsten Wochen zu betreuen.

Bin sehr gespannt, was in den drei Monaten bei den Teilnehmern so entstehen wird. Alle Bestandsaufnahmen könnt Ihr Euch hier ansehen 🙂 Weiter geht es dann am 31. Januar mit der ersten Vorstellung der Projekte.

Liebe Grüße, Brigitte

Comments: 7

  1. Liebe Brigitte,
    oh, wie schön, dass du auch dabei bist! Das freut mich wirklich sehr!
    Als Winterversion kann ich mir das Lady Skater auch sehr gut vorstellen.
    Sehr gespannt bin ich auch auf die Hose, die du geplant hast!
    Liebe Grüße
    Christiane

  2. Liebe Brigitte,
    das finde ich total schön, dass du da mit machst. Ich werde es verfolgen. Zuerst als ich es gelesen habe, habe ich überlegt ob ich auch mitmache, aber im Moment darf ich mir nicht noch mehr vornehmen. Ich habe mich schon für einige Projekte angemeldet und im richtigen Leben gibt es auch noch so einiges. Das ich Oma werde rückt immer näher und dann möchte ich auch sehr gerne für das Baby nähen. Sicher werde ich auch noch etwas für mich nähen, denn ich habe wieder Spaß daran gefunden wieder etwas für mich zu nähen. Mal sehen was uns dieses Jahr alles so bringt.

    Ganz liebe Grüße
    Marita

  3. Schön, dass du dabei bist.
    Ich finde sehr gut, dass du das mit dem „was kann ich realistisch schaffen“ gut bedacht hast. Ich bin gespannt! Und Unterkleider sind ja sehr gute Brot-und-Butter-Teile, weil sie viele viele Kleider wintertauglich machen.

    Viele liebe Grüße

  4. Eine wirklich tolle Aktion. Ich kann mir nur leider zur Zeit nicht noch mehr aufhalsen. Da werd eich wohl dein Vorankommen gespannt beobachten.
    Gruß Frau Käferin

  5. Oh, ich bin auf deine Projekte, besonders auf die Hose gespannt. Ich möchte ja so eine ähnliche Hose nähen, allerdings die gemütliche Stretch-Variante 😉
    Und das Winter-LadySkater wird bestimmt auch toll.

    Viele Grüße und viel Erfolg bei der Umsetzung deiner Näh-Pläne!
    Denise