Restekissen zur Grannydecke

Da bin ich wieder 🙂 Gut erholt und mit vielen Ideen zurück aus einem richtig schönen und entspannten Urlaub mit dem Wohnmobil 🙂 Ach, so rumfahren und immer da Station zu machen, wo es schön ist, ist schon toll. Perfekt kann man damit natürlich auch Besuche machen…

Restekissen_1Haben wir alles gemacht und es war richtig schön. Die meiste Zeit waren wir an der Ostsee und haben da dann auch endlich mal die Sonne gesehen 🙂 Aber irgendwie scheint nur extrem zu gehen, denn prompt waren es dann 34 Grad… Aber mit Blick auf Meer ging das ganz gut 🙂 Allerdings war ich in dieser Zeit auf die virtuelle Welt bezogen recht untätig, denn oft hatte ich kein Netz oder nur ein seeeeehr langsames…

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Bis zu unserem Urlaub war ich allerdings nicht untätig. Meine Grannydecke kennt Ihr ja schon. Wie das allerdings bei solchen Projekten ist, bleibt immer noch eine kleine Menge Wolle übrig, mit der man dann meistens nichts Richtiges mehr anfangen kann. So ging es mir auch…

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Und dann hatte ich die Idee: ich verarbeite den Rest zu einem ordentlichen, gestreiften Granny. Ordentlich meint, jeder Streifen bzw. jede Reihe ist komplett, nicht wie bei meiner Restedecke, beider ich immer einen Wollrest so lange verhäkle bis er komplett verbraucht ist und dann, egal an welche Stelle ich bin, mit der neuen Farbe beginne. Das hat zu Folge, dass es wieder neue Reste gibt, die nun noch kleiner sind…. Aber auch daraus geht noch was: kleine Häkelblümchen 🙂 Ja, und davon habe ich dann soviele gehäkelt, wie es die Wolle hergab.

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Anschließend habe ich mir aus einer weißen/naturfarbenen Fleecedecke vom Möbelschweden zwei Kissen zugeschnitten (Endgröße 50 x 50 cm), beide mit Hotelverschluss. Vor dem eigentlichen Zusammennähen der Schnittteile habe ich auf die beiden Vorderseiten die Häkelteile aufgenäht. Auf das eine Kissen mittig das Granny und auf das andere Vorderteil habe ich die Häkelblumen verteilt. Anschließend habe ich die Kissen mit der Overlook zusammengenäht. So passen sie perfekt zur Grannydecke und verschönen nun ebenfalls unser Wohnmobil. Wer mir auf Instagram folgt, hat die Kissen schon kurz gesehen 🙂

Und jetzt werde ich mich mit viel Muse durch all die vielen Posts und Projekte arbeiten 🙂

Viele liebe Grüße, Brigitte

Verlinkt zu: RUMs, Tophill Kitchen Kissenparade und Häkelliebe

5 Tipps für Deine erste Jeans

Jeans nähen, das ist für viele immer noch eine Art Heiliger Gral, an den man sich nicht herantraut. Lange Zeit ging es mir genauso, bis ich mich intensiver mit diesem Thema beschäftigt habe und so endlich diese mentale Hürde übersprungen habe. Und nach meiner Morgan kann ich Euch nur sagen: eine Jeans nähen macht Spaß, ist absolut machbar und keine Hexerei 🙂

Ich hoffe, dass ich Dir mit den Tipps genug Mut und Schwung geben kann, dass Du das Projekt Jeans startest und auch direkt richtig startest:

Tipp 1:

Jeans nähen heißt zu 80 Prozent nichts anderes als gradeaus nähen. Mehr nicht, einfach nur geradeaus und das kann so ziemlich jeder. Ansonsten gibt es einige wenige Rundungen, bzw. leichte Kurven – an den Taschenbeuteln zum Beispiel oder die Schrittnaht. Der Rest ist schlicht grade. Die meisten Taschenschnitte sind komplizierter. Wenn ich an die Kurventasche denke, die ich mir sicher auch noch ein zweites Mal nähen werde… Gut, da werden jetzt einige sagen, bei einer Jeans muss man viele Stofflagen dicken Jeansstoff zusammennähen. Stimmt, aber wenn Deine Nähmaschine das packt, die ist ja der eigentliche Knackpunkt, kriegst Du das auch hin. Und dicke Stofflagen sogar noch mit festen Einlagen und engen Rundungen etc. trauen sich die meisten zu, wenn es um Taschen geht…

Tipp 2:

Seht Euch alles an, was Ihr zum Thema Jeans nähen findet, ganz besonders Sew Alongs oder Videos, in denen verschiedene Techniken gezeigt werden. Schaut Euch diese Sachen nach Möglichkeit an, bevor es tatsächlich ums Nähen geht. So bekommst Du ein Gefühl, wie eine Jeans aufgebaut ist und was mit den jeweiligen Angaben gemeint ist. So hast Du die meisten Schritte schon mal gesehen und wenn Du dann mit dem Projekt anfängst, fühlst Du Dich viel sicherer. Entweder weist Du sofort, wenn Du die Anleitung liest, was man von Dir will oder  Du weist zumindestens, wo Du nachschauen kannst.

Sprich, Du fühlst Dich nicht mehr winzig vor einem vermeintlich riesigen Projekt 🙂

Tipp 3:

Langsam nähen… Klingt banal und hast Du schon zigmal irgendwo gelesen. Aber es ist wirklich hilfreich. Eine Jeans darf auch mehrere Tage dauern.  Mit langsam meine ich wirklich langsam die Nähte nähen. Denn so behältst Du besser die Kontrolle und die Nähte werden gerade. Wichtig, da Du oft mit farbigem und auch dickerem Garn nähst. Aber genauso meint langsam: die Anleitung wirklich genau lesen, mit Bedacht und ordentlich alle notwendigen Teile zusammenstecken und nicht schnell schnell… Sieh die Jeans als eine Art Zen-Projekt 🙂

Und höre immer auf, wenn Du

  • müde oder genervt bist oder
  • unter Zeitdruck bist

Auch wenn Du im Moment gerade nicht weiter weißt, lieber aufhören, eine Pause machen, nochmal in die Sew Alongs schauen und dann weiter machen. Schont ganz enorm Deine Nerven und bewahrt Dich vor Frust 🙂 und auftrennen.

Tipp 4:

Bereite Dein Projekt sehr, sehr sorgfältig und akkurat vor. Das fängt beim Kopieren des Schnittmusters an und geht weiter über das Zuschneiden und Einzeichnen aller Markierungen. Je exakter und sauberer Du arbeitest, desto besser passt nachher alles zusammen, desto einfacher läuft es. Ein Jerseyshirt, das meist nur aus zwei oder vier Teilen besteht, verzeiht auch so manche kleine Schluderei – sollte man natürlich auch hier vermeiden 🙂 – aber eine Jeans verzeiht die nicht. Auch wichtig, immer genau den Fadenlauf kontrollieren.

Tipp 5:

Schaut Euch vorab und auf während des Nähens viele Bilder von Eurem Jeansmodell an, ruhig richtig viele. So bekommst Du ein gutes Gefühl dafür, wo zum Beispiel Absteppungen mit dickem Garn sind oder auch einfach wie die Nähte generell verlaufen, z. B. beim Reißverschluss. Dadurch fühlst Du Dich auch wieder wesentlich sicherer, wenn Du die Anleitung liest. Durch diese Bilder, die Du dadurch im Kopf hast, verstehst Du viele Punkte in der Anleitung viel schneller. Zusätzlich findest Du bei den meisten Bloggern, die bereits Dein Modell genäht haben, nicht nur Bilder, sondern auch Tipps, was wie abgeändert wurde oder an welchen Stellen man etwas mehr aufpassen sollte.

Und jetzt heißt es, ran an die Jeans. Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesen Tipps, die mir auf meinem Weg zu meiner ersten Jeans geholfen haben, die Angst vor diesem tollen Projekt nehmen. Wenn Du jetzt mit den Hufen scharrst, schau unbedingt bei Marina vorbei. Sie startet heute einen Jeans-Sew-Along. Trau Dich, fass Dir ein Herz und wage das Projekt Jeans, es lohnt sich 🙂

Viele liebe Grüße, Brigitte

P. S. Danke an dieser Stelle für die vielen lieben Kommentare zu meiner Morgan-Jeans 🙂 Ich hab mich super darüber gefreut, hab es aber leider nicht geschafft jedem persönlich zu danken. Also: DANKE 🙂 Euch Lieben 🙂

Morgan: Meine allererste Jeans

Es ist vollbracht 🙂 Ich habe meine erste Jeans genäht 🙂 Man, man, man was bin ich stolz.  Darf ich vorstellen, meine Morgan:

Morgansjeans_1 Ja, schon wieder eine 🙂 Denn heute scheint bei MeMadeMittwoch der Tag der Boyfriendjeans zu sein. Ich bin total begeistert und muss sagen, es war wesentlich einfacher als ich mir das vorgestellt habe. Und es wird mit Sicherheit nicht die Letzte sein…

Morgansjeans_3

Aber nun ein paar Infos. Also genäht habe ich die Morganjeans. Diesen Schnitt habe ich mir ganz bewußt ausgesucht, da ich gemütlich weite Beine wollte. Die Ginger zum Beispiel erschien mir immer an den Beinen, besonders an den Waden recht schmal. Dann habe ich das erste Mal mit dickerem Garn gesteppt. Hat so lala funktioniert. Teilweise lief es super, teilweise haben sich Schlingen auf der Rückseite gebildet. Da muss ich mich noch mal genauer mit beschäftigen, hätte wahrscheinlich die Fadenspannung irgendwie anpassen müssen…
Ansonsten alles super. Toll finde ich auch den Verschluss, kein Reißverschluss, sondern Jeansknöpfe. Einfach cool 🙂

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Als Stoff habe ich mir einen relativ leichten grünen Jeansstoff ausgesucht. Die Farbe finde ich absolut genial und sie passt super zu meinen Oberteilen. Da ich sehr reichlich Stoff eingekauft habe, kriege ich wahrscheinlich daraus auch noch einen Rock 🙂 Leider ist es ein leicht stretchiger Jeansstoff, eigentlich soll die Morgan ja aus nichtdehnbarem Stoff genäht werden. Darauf habe ich beim Aussuchen gar nicht geachtet… Geht aber genauso, nur gibt die Hose etwas schneller nach, aber das passt hervorragend zum Stil einer Boyfriend Jeans. Und sie trägt sich echt gut 🙂

Morgansjeans_2

Da ich selbst immer einen unheimlichen Respekt vor dem Thema Jeans hatte, habe ich mir einige Gedanken zu diesem Thema gemacht, die einem Jeansanfänger das Leben vielleicht ein bisschen einfacher machen können und er so schneller mit einer Jeans anfängt. Mir hat das jedenfalls sehr geholfen 🙂 Die Tipps gibt es in den nächsten Tagen.

So und nun darf meine Jeans zu MMM und zur Aktion 12 Letters of Handmade Fashion, schließlich wurde für Juni der Buchstabe B gezogen, B wie Boyfriendjeans 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

Jahresdecke 2016: Stand der beiden Neuen

Es geht voran… Allerdings nicht mehr so rasend schnell wie bei Decke Nummer 1 🙂 Bella sammelt auch in diesem Monat wieder alle tollen Jahresdecken. Danke Dir!
Im Wesentlichen arbeite ich regelmäßig an der Decke „The Meadow“, dem MysteryKAL von Drops. Mittlerweile sind wir bei Clue 10, d.h. wenn ich nicht irgendwo ins Trudeln komme, ist die Decke in 8 Wochen fertig 🙂 Und so sieht sie momentan aus:

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Die kleinen Blumen-Grannies sind jetzt abgeschlossen und in Clue 9 wurden alle Squares zusammengehäkelt und anschließend einmal mit dunkelblau umhäkelt. In Clue 10 beginnt die Borte.

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Diese Borte finde ich echt schick 🙂 Bin sehr gespannt, wie die Decke am Ende aussehen wird. Denn da es noch 8 Abschnitte gibt, wird diese Randborte bestimmt recht breit.

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Die Farbkombi gefällt mir nach wie vor super gut – sie soll ja auf die Bank in der Küche. Und da sich diese Decke so entspannt nebenbei  häkeln läßt, könnte ich mir auch gut vorstellen, die nochmal in einer ganz anderen Farbkombi zu arbeiten…. Aber erstmal eine Decke nach der anderen 🙂

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Meine zweite Decke (die Sockenwoll-Restedecke) ist auch um einige Quadrate gewachsen, aber nicht wesentlich. Ich habe mir eine Übersicht gemacht, wieviele Quadrate ich insgesamt gerne hätte und jetzt kann ich jedes Neue abstreichen und weiß so, wo ich bin. Zusätzlich habe ich grob meine Sockenwolle gewogen, um abschätzen zu können, ob mein Plan aufgeht… Es passt. Aber diese Decke hat echt Zeit und wird sicher auch noch größer, wenn sie eigentlich fertig ist. Denn am Ende werde ich auch diese Decke mit einer ganz schlichten Borte umhäkeln. Und wenn ich dann wieder neue Reste produziere – durch neue Socken – kann ich die einfach da einarbeiten 🙂 Clever, ne 😉

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Übrigens stricke ich parallel mal wieder an einem neuen Tuch 🙂 Ohne geht nicht…

Viele liebe Grüße und Euch noch einen hoffentlich sonnigen Sonntag, ohne Sturm und so…, Eure Brigitte

Verlinkt zu: Herzensüß und Häkelliebe

# MeMadeMay 2016: Woche 3+4 und Fazit

Man, man, man was rennt die Zeit… Kaum hat die Aktion MeMadeMay16 begonnen, ist sie auch schon wieder rum… Heute zeige ich Euch die Woche 3 und 4 in Bildern.

Aber was ist mein Fazit von MeMadeMay?

Es ist eine tolle Aktion und ich bin sehr froh, dass ich in diesem Jahr mitgemacht habe. Letztes Jahr hatte ich einfach noch nicht genug selbstgenähte oder -gestrickte Klamotten, aber in diesem Jahr hat es gereicht 🙂 Wobei ich da zu Anfang wirklich skeptisch war. Ich hab zwar so einiges in dieser Art mittlerweile in meinem Schrank, aber genau für einen Monat… Denn mein Zeil war es ja, täglich mindestens ein selbstgemachtes Teil zu tragen. Klar, kann man auch immer wieder das Gleiche anziehen, aber das ist ja auch irgendwie langweilig. Und ich habe es geschafft, bis auf sehr wenige Ausnahmen habe ich tatsächlich täglich eine neue Kombi zusammenstellen können 🙂

Was aber bei dieser Aktion mehr als deutlich wurde: es fehlen Unterteile, alltagstaugliche Unterteile. Denn bisher besitze ich nur zwei Röcke aus Webstoff und die übrigen sind alle aus Jersey. Dafür war aber in diesem Mai das Wetter noch nicht wirklich geeignet. Das sind richtige Sommerröcke: T-Shirt, Leggings, Sandalen und dann die Jerseyröcke. Und Hosen habe ich gar nicht. Nur eine richtige Sommerleinenhose, die wettertechnisch im Moment auch nicht passt…

Bei den Kleidern sieht es auch gar nicht so schlecht aus. Momentan besitze ich immerhin fünft Jerseykleider. Aber auch für die passte im Mai nicht so ganz das Wetter. Dringender Bedarf besteht einfach an tragbaren Hosen und Röcken. Daher werde ich mich jetzt ganz mutig an einer Jeans versuchen. Das Schnittmuster „Morgan“ ist schon ausgedruckt und auch zusammen geklebt und den Stoff habe ich auch schon. Jetzt heißt es Größe rausfinden, Schnitt kopieren und dann los…. Bin sehr aufgeregt… eine Jeans… hoffe, dass klappt alles…

Dann habe ich natürlich viele schöne Schnitte und Anregungen gefunden. Umsetzen möchte ich davon im Wesentlich drei: die Bluse Sophie, den Brumbyskirt und das Kleid Darling Ranges. Christiane hat mich endgültig auf den Geschmack gebracht 🙂 Danke Dir 🙂 Allerdings werde ich mir für die Umsetzung sicher Zeit lassen, denn zuerst möchte ich mich mit meinen bereits vorhanden Schnitten befassen. Denn davon habe ich so einige, sei es in Büchern oder auf der Festplatte und bevor ich jetzt neue Schnittmuster kaufe, habe ich mir selbst die Auflage gemacht, erstmal davon einige Sachen umzusetzen 🙂 Denn bei Doro und auch bei Prülla habe ich zum Beispiel wunderschöne Shirts gesehen, die die beiden aus den Kleiderschnitten von rosa p. umgewandelt haben. Die beiden Nähbücher von rosa p. liegen hier auch bei mir… Also, mehr muss ich da nicht sagen….

So, dass war mein Fazit und ich bin gespannt, wie sich mein Kleiderschrank weiterentwickelt bis zum nächsten MeMadeMay 🙂
Denn auf alle Fälle lernt man durch diese Aktion seinen Kleiderschrank besser kennen und erweitert wesentlich den Blick für Kombinationsmöglichkeiten 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte