Auf den Nadeln im … Oktober

Kurz bevor der Oktober vorbei ist, stelle ich Euch heute meine aktuellen Strickprojekte vor. Wobei ich hier natürlich wieder stark aussortiert habe, denn bei der Menge, die hier angenadelt ist, würde ich mich sonst total verzetteln. Daher gibt es heute auch nur zwei laufende Arbeiten, der Rest wurde in die Tüte gepackt, denn sonst wird nix fertig 🙂 Mein großes, aktuelles Projekt ist der Poncho-Pulli aus dem Heft  FAM – FATTO A MANO, Nr. 245, Modell Nr. 5.

Generell bin ich ja alles andere als ein Poncho-Fan. Irgendwie macht mich dieses Gefladdel wahnsinnig. Richtig warm finde ich die Dinger auch nicht, also die klassischen Teile, die aus zwei Rechtecken zusammengenäht sind. Dann hängt einem immer diese Spitze in allem drin, sobald man sich bückt – klasse, wenn man mit Hund unterwegs ist und seine Hinterlassenschaften in einen Beutel packen will…. und eine Handtasche darf man auch nicht mitnehmen, dann ist das Verheddern komplett. Ihr seht, bei Ponchos und mir gibt es eigentlich keine Schnittmenge, obwohl ich diese Teile super schön finde – bei anderen. Gestrickt habe ich bisher zwei davon (vorstellt hier und hier)…. Einen habe ich verschenkt, den anderen werde ich wahrscheinlich aufribbeln, wenn mir etwas passendes einfällt, was ich dann mit der Wolle machen könnte.
Das Gebilde, was ich nun aber stricke, könnte die Lösung sein 🙂 Zum einen ist das Teil sehr weit, gemütlich und locker und auch offen an den Seiten wie ein Poncho, aber trotzdem ein Pulli. Zum anderen hat es einen Rollkragen und richtige Ärmel und ist auch kastig geschnitten, sprich kein gezibbel.

Gestrickt wird dieser Poncho-Pulli aus dem Garn  LANGYARNS PASSIONE mit Nadelstärke 4,5. Die Wolle strickt sich super, auch wenn es dauert… Denn eine Reihe ist, obwohl der Pulli aus getrennt gestricktem Vorderteil und Rückenteil besteht, 138 Maschen lang… Das zieht sich, aber es wird. Das Rückenteil ist fertig und vom Vorderteil habe ich bereits den Anfang gemacht. Die Ärmel sind nachher der kleinste Teil, denn sie sind relativ klein, da die Schultern stark überschnitten sind. Hoffe, dass ich diesen Pulli noch im Oktober fertig bekomme, denn er ist ideal, um einfach übergeworfen zu werden, wenn man rausgeht. Wenn es richtig kalt wird, wird er wahrscheinlich dann alleine nicht mehr reichen. Daher beeile ich mich 🙂

Ansonsten stricke ich täglich ca. eine Stunde an einem Pulli für den Punktemann. Hierbei handelt es sich um das Modell Aberdeen von Drops, gestrickt aus der megakuschligen Wolle Air von Drops mit Nadelstärke 6. Durch dieses konsequente einstündige Stricken und auch durch die relativ dicke Wolle, wächst der Pulli langsam, aber stetig 🙂

Alle übrigen Projekte habe ich ganz bewußt zurückgestellt, sei es meine Perlmusterjacke von rosa pe – auch wenn mir das echt schwer fällt… genauso wie alle anderen angestrickten Ufos. Denn nur so wird der Poncho-Pulli auch zügig fertig. Mal sehen, was ich mir dann im November aus meinen Projekten aussuche 🙂

Ein Projekt habe ich übrigens rausgeschmissen, sprich komplett geribbelt. Während des Urlaubs habe ich mit einer wunderschönen Merino-Verlaufswolle eins der Tücher aus dem neuen maschenfeinbuch angefangen. Eigentlich wunderschön, auch der Farbverlauf ist toll, aber ich mag einfach diese Garne nicht. Und irgendwie lerne ich das nicht. Ich weiß genau, dass mich diese unverzwirnten Garne wahnsinnig machen. Denn egal wie konzentriert und langsam ich stricke, regelmäßig rutscht mir eins der dünnen Fäden durch. Klar kann man den Fehler durch Hochstricken beheben. Aber zum einen sieht man das und zum anderen macht das nach dem fünften Mal dann auch keinen Spaß mehr…

Außerdem sieht man diese Fehler oft auch nicht sofort. Oft dachte ich schon, klasse, Du bist drin, es läuft und dann schaut man nochmal drüber und nix ist gut… Obwohl ich schon 120 cm von den eigentlich rund 200 cm der Gesamtlänge geschafft hatte, habe ich das Ganze wieder aufgeribbelt…. Nicht lustig, aber für meine Laune deutlich besser. Wahrscheinlich werde ich mir aus dem Garn wieder einen Shrug häkeln oder ein neues Tuch. Denn kurioserweise klappt häkeln mit der Wolle absolut problemlos….Muss man nicht verstehen. Aber so habe ich ein Ufo weniger 🙂

Ich wünsche Euch einen tollen Start in ein gemütliches und kreatives Wochenende!

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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Comments: 8

  1. Tüt says:

    Beide Kleidungsstücke sehen toll aus. Die Wolle vom Poncho scheint irre weich zu sein, so flauschig wie es aussieht, Maschen sind ja kaum zu erkennen!
    Dein Mann freut sich bestimmt auf seinen neuen Pullover.
    Ich schaue die tollen Farbverlaufsgarne ja auch immer an, aber der Gedanken an das Unverzwirnte und die Knoten mittendrin hält mich bisher daovn ab, was du ja auch bestätigst. Puh!

    • Ja, die Wolle für den Poncho ist superleicht und richtig plüschig 🙂 Bin sehr gespannt, wie sich dieses Teil trägt… Das mit dem Verlaufgarn ist es für mich ein Qual, aber ich lerne es nicht, denn die Farben sind immer so toll… übrigens sind die Knoten gar kein Problem, die merkst Du im Gestrickten fast gar nicht, aber eben dieses ungezwirnte ist echt blöd…

      Danke Dir und wünsch Dir noch ein schönes Wochenende, ist ja das perfekte Strickwetter 🙂
      Liebe Grüße, Brigitte

  2. Anneli says:

    Liebe Brigitte,
    Deine beiden aktuellen Projekte sehen schon jetzt richtig gut aus. Die angesetzten Ärmel beim Poncho sind eine gute Lösung. Dann verrutscht das Ding nicht. Die Wolle ist ja ein Traum!! Die sieht sogar am Bildschirm richtig kuschelig aus. Das gilt auch für das Pulloverprojekt für den Punktemann 🙂 Das Garn werde ich mir merken. Bei beiden Projekten hast Du ein schönes und gleichmäßiges Maschenbild. Dass Dich die Bobbel-Wolle stört, kann ich nachvollziehen. Man muss sich beim Stricken schon sehr konzentrieren. Mir ist es auch passiert, dass ich bei dem Tuch für meine Tochter zwischen die Fäden geraten bin. Zwei Projekte zur Zeit reichen ja auch. Ich mache es im Moment auch so 😉
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Anneli

    • Danke Dir, liebe Anneli 🙂 Ja, diese unverzwirnte Wolle ist echt schwierig. Bin froh, dass es Dir auch so geht. Die DROPS Air ist super kuschlig und strickt sich sehr angenehm. Habe daraus ja auch schon meine Kimonojacke gestrickt. Das Garn von LangYarns kannte ich vorher nicht, bin aber sehr angetan. Bin gespannt, wie sie sich trägt.

      Wünsche Dir auch ein schönes und gemütliches Wochenende, Brigitte

  3. Klingt ja spannend mit dem Poncho-Pulli, ich bin gespannt wie der sitzt. Aberdeen habe ich auch schon gestrickt, aber als Frauenversion, oder zumindest sieht der Pulli meinem sehr ähnlich, der ist echt schön und super warm, viel Spaß mit dem Projekt! Ich werde mit diesen Fächergarnen auch nicht warm, kann dich also gut verstehen.
    Liebe Grüße
    Katharina

    • Dein Aberdeen ist mir scheinbar entgangen, muss ich doch gleich mal bei ravelry schauen 🙂 Schön wird er auf alle Fälle, bin gespannt, wie das mit dem Raglanärmel wird, denn er wird von unten gestrickt, dann die Ärmel und dann alles auf eine Nadel und dan hoch… hab ich noch nie gemacht. Wie der Poncho sich so macht, werde ich berichten 🙂

      Liebe Grüße, Brigitte

  4. Ingrid says:

    Der Poncho-Pulli sieht richtig kuschelig aus. Ich trage sie auch nicht wirklich viel, sie eignen sich nur bei trockenem Herbst- oder Frühlingswetter. Das Problem mit den gefachten Verlaufsbobbels kenne ich, vielleicht sollte ich auch mal versuchen, die Wolle zu verhäkeln.
    LG
    Ingrid

    • Bin ja sehr froh, dass bisher scheinbar alle auch Probleme mit den ungezwirnten Garnen haben… hab teilweise schon an mir gezweifelt… Auf den Ponchopullo freue ich mich schon sehr. Hoffe, er erfüllt meine Erwartungen 🙂

      Viele Grüße, Brigitte