Das Bulli-Set

Wer Wohnmobile mag, der mag meistens auch Bullis 🙂 Was liegt da näher, als ein komplettes Bulli-Set zum Geburtstag?  Aber was ist nun ein Bulli-Set? Darf ich vorstellen:

Ist doch ein perfektes Geschenk, oder? Der Punktemann hat sich auf jeden Fall darüber gefreut, denn er war der Beschenkte und ist auch das Deckenmodell 🙂 Genähte Geschenke für Männer finde ich ja meist schwierig. Daher habe ich ziemlich lange überlegt, denn ich wollte etwas Besonderes, von dem man auch lange etwas hat und sich lange daran freuen kann 🙂

Eine Patchworkdecke, ja das wär was, aber so etwas hatte ich noch nie gemacht. Also erstmal recherchieren und einkaufen 🙂 Da ich ja sehr gerne mit Videos arbeite und dadurch auch immer sehr viel lerne, habe ich mir den Makerist-Video: „Quilten mit Pre-Cuts“ von Grete Greenshpon gekauft. So wußte ich schon mal die grundsätzlichen Techniken, wie man ein Bindung anbringt oder auch wie man per Hand die drei Schichten nachher verbindet.

Aber was braucht man noch, außer Stoff? Den Stoff, bzw. das Set für das Top stand für mich sehr schnell fest, denn seit ich Gesines Sommerkissen gesehen hatte, war ich in diesen wunderschönen Bulli-Stoff verliebt. Doch das reicht ja nicht, was ist für die Füllung sinnvoll oder was braucht man für die Rückseite… Was macht man, man stöbert bei denen, die sowas können. Also wieder zu Gesine und mal durch die Seite geklickt. Ich wurde schnell fündig.

Innen habe ich die Baumwollvlieseline 277 von Freudenberg verwendet und für die Rückseite ein Baumwollfleece. Denn was ich so überhaupt nicht wollte, waren Plastikstoffe, die halten nicht richtig war und man schwitzt. Diese Kombi fand ich perfekt. Da die Stoffe des Layercakes „Keep on grovin'“von Riley Blake ja schon alleine wunderschön sind, hab ich auf jegliches Zerschneiden verzichtet und einfach die kompletten Quadrate aneinander genäht.

Anschließend habe ich die Vlieseline und das Fleece vor dem Quilten per Hand und mit Nadel und Faden miteinander verbunden. Das ist echt nicht lustig, denn da ich keinen so großen Tisch habe, habe ich das Ganze auf dem Fußboden gemacht…. Auf allen Vieren hocken und dann nähen… es gibt echt schöneres.

Für das Bindung habe ich den Stoff „Cotton Dots- Circle Dots“ auch von Riley Blake verwendet. Dafür an dieser Stelle ein ganz dickes Danke an Phillipp von Myquiltshop. Dort habe ich die Stoffe gekauft und Phillip hat mich von Anfang an tatkräftig unterstützt, denn ich habe mir jedesmal etwas ausgesucht, was es entweder aktuell nicht gab bzw. was immer erst in einigen Tagen geliefert werden konnte. Zusätzlich hat er mir – ungefragt 🙂 – eben diese Cotton Dots als Muster beigefügt, da er dachte, das würde super als Bindung passen. Und er hat, finde ich, absolut recht. Auf diesen Stoff wäre ich nie gekommen. Denn das finde ich beim Quilten für einen Anfänger eigentlich am aller schwierigsten: welche Stoffe passen zusammen, was kann man kombinieren, was wirkt auf der Fläche…

Das ist übrigens keine Werbung! Ich habe alle Stoffe normal gekauft, aber ich finde es  toll, wenn gerade ein Onlineshop seinen Job mit Begeisterung erledigt und wirklich für einen Kunden da ist und dann muss man das auch würdigen 🙂

Aber was gehört immer zu einer Decke dazu? Genau, ein passendes Kissen. Zusätzlich musste der Punktehund ja auch ein Geschenk haben fürs Herrchen. Gut, ich musste ihm ziemlich helfen, mit so Hundepfoten kann man schlecht den Stoff durch die Maschine führen und auch das Gaspedal ist zu weit weg…

Für dieses Kissen habe ich die kostenlose (oben verlinkte) Anleitung von Gesine verwendet. Funktioniert super und so ist das Bulli-Set komplett 🙂 Ich bin echt stolz auf mein erstes Quiltprojekt. War ja nicht sicher, ob das auch alles so klappen würde… Und auch das schlimmste zum Schluss, das Waschen, hat problemlos geklappt. Denn nachdem der Quilt komplett fertig genäht war, habe ich die Decke in die Waschmaschine gesteckt, gewaschen und dann liegend getrocknet. Davor hatte ich echt Schiss, denn vorher sah die Decke toll aus, aber was passiert in der Maschine… Bluten die Stoffe aus – hab 6 Farbfangtücher dringehabt…. – läuft die Rückseite stärker ein als die Vorderseite… Weiß man ja nicht… Aber hat alles gut geklappt und nun liegen Kissen und Decke im Wohnzimmer auf der Couch und wurden auch schon mehrmals genutzt 🙂

Eins steht jetzt auf alle Fälle fest, Quilten ist toll und der Virus hat mich voll erwischt 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

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Darf ich vorstellen: Bär Mina

Stricken und häkeln macht ja an sich immer Spaß, aber Tiere oder Puppen zu produzieren ist nochmal eine Idee schöner. Das Ergebnis ist so nett 🙂 und macht einem schon einfach beim Betrachten Freude. Es ist auch egal ob Sommer oder Winter, man kann sich an so einem Wollwesen immer erfreuen.

Das ist nun also Mina:

Bären, eine Maus, zwei Hasen, diverse Enten und eine Puppe hab ich ja schon gestrickt bzw. gehäkelt. Dies ist nun auch wieder ein Bär, aber mal anders. Lydia Tresselt alias lalylala hat ihre ganz eigene Art von Bären- und Tierdesign. Am Anfang wusste ich nicht so recht, ob das wirklich meins ist, aber je öfter ich mir dieses Wesen angesehen habe, desto sicherer war ich mir, die Anleitung muss ich haben 🙂

Und Mina fühlt sich im Garten in der Sonne besonders wohl. Gehäkelt habe ich sie bereits im letzten Jahr wieder aus Sockenwolle. Ich finde, die eignet sich hervorragend für solche Projekte, da man sie notfalls auch wunderbar unkompliziert waschen kann. Für die Augen habe ich dieses Mal richtige Stofftieraugen verwendet. Gefällt mir sehr gut, besser als sie aufzusticken. Gehäkelt ist dieser Bär relativ schnell und macht einfach Spaß. Zwischendurch brauche ich solche Projekte, neben Pullis, Tüchern und Socken 🙂

Mit diesen sonnigen Bärenbildern wünsche ich Euch einen genauso sonnigen Tag und vielleicht haben wir ja Glück und die ganze Woche wird so herrlich sonnig. So macht Handarbeiten doch nochmal so viel Spaß 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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6 Köpfe – 12 Blocks: Ich auch!

So, endlich komme ich dazu, Euch meinen Januar- und Februar-Block zu zeigen 🙂 Aber von vorne, um was gehts hier. Insgesamt 6 kreative Köpfe (Katharina von greenfietsen, Dorthe von Lalala Patchwork, Nadra von ellis & higgs, Gesine von Allie & Me, Andrea von Quiltmanufaktur und Verena von einfach bunt) – alles totale Nerds, was Patchwork und Quilten betrifft, haben sich für 2017 ein tolles Jahresprojekt ausgedacht:

Jeden Monat stellt eine von ihnen einen neuen Block vor und erklärt genau, wie er genäht wird. Das ergibt dann zum Jahresende 12 Blöcke. Zum Schluss werden diese dann zu einer großen Decke zusammengesetzt, gequiltet und mit einem Rand, einem Bindung versehen und schon ist die neue Decke da 🙂
Zusätzlich gab es im Januar bei allen 6 ganz viele, detaillierte Infos allgemein zum Thema Quilten, so dass auch absolute Neulinge in diesem Bereich wie ich, gut und einfach starten können.
Aber wie findet man die richtigen Stoffe? Das finde ich ja schon bei Klamotten schwierig. Also habe ich als erstes mal bei Gesine etwas gestöbert und dort ihr tolles Charmpack-Kissen gefunden, inklusive wo sie die Stoffe bestellt hat. Nach einigem Suchen und Vergleichen habe ich mir dann auch  dort mein erstes Charmpack gekauft 🙂

So ein Päckchen ist echt toll 🙂 und macht auch süchtig… Diese Päckchen sind einfach schön 🙂 und mit dem Bändchen zusammengebunden sind sie einfach süß und rufen nach mehr 🙂 Jetzt konnte ich mich erstmal mit den Stoffen auseinandersetzten und schauen, wie sieht so was aus, wie passen die zusammen und das Wichtigste, gefallen sie mir und passen sie zur Couch… Glücklicherweise war dieses erste Charmpack schon direkt der richtige Treffer und ich habe mir dann davon ein Fat Quater, das obligatorische Inchlineal und eine Inchnadel bestellt 🙂

Diese relativ großen Stoffstücke überforderten mich am Anfang aber auch recht heftig, denn man muss ja für die Blöcke eine Stoffauswahl treffen. Dafür haben die Mädels zwar eine Kopiervorlagen für den jeweiligen Block ihren Posts beigefügt, aber auch um die entsprechend „Probeauszumalen“, muss man ja erstmal eine Idee haben, welchen Stoff eventuell wohin. Bisher war es bei mir immer so, dass ich eine Auswahl getroffen habe, die Kopie auch so ausgemalt habe, aber dann beim eigentlichen Zuschneiden und Nähen ich doch nochmal was geändert habe 🙂

Aber eins steht schon jetzt für mich fest, der Patchwork-Virus hat mich klar erwischt 🙂 Und jetzt zeige ich Euch meine beiden Blöcke:

Der Januarblock: „Rolling Stones“

Der Februarblock: „Churn Dash“

Ich bin total begeistert, das wird eine tolle, fröhliche Decke werden. Doch was mache ich mit meinem Charmpack? Eigentlich hatte ich ja vor, daraus das Kissen nach Gesine zu nähen. Doch ich musste lernen, Charmpack ist nicht gleich Charmpack…. Meistens sind in diesen Päckchen 42 Stoffstücke enthalten und diese Anzahl braucht man auch für das besagte Kissen. Aber es gibt auch kleine Packs, mit 18 oder 21 Stoffstücken und meins hatte nur 21. Das wurde mir allerdings erst klar, als ich mir das Kissen-Inley gekauft hatte und mit dem Sortieren anfangen wollte…. Was nun… Das Ergebnis seht Ihr hier:

Ein wunderschöner kleiner Tischläufer, der jetzt den Frühling in unsere Esszimmer holt 🙂

Jetzt kann der Märzblock kommen 🙂 Bin schon sehr gespannt, wie er aussehen wird, denn damit ist die erste Reihe der Decke voll. Nochmal ein dickes Danke an Euch Sechs, für dieses tolle Projekt und besonders auch für die viele Arbeit und Mühe, die Ihr hier investiert 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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Pack’s ein: Die Adventskalendertasche 2016

Ich bin sehr begeistert: in diesem Jahr habe ich es endlich geschafft vor Weihnachten die Adventskalendertasche 2016 „Pack’s ein“ von Farbenmix zu nähen. Und es hat sich gelohnt, die Tasche ist wirklich toll und… RIESIG 🙂

Die Idee, in der Adventszeit jeden Tag ein bisschen zu nähen und am Ende eine schicke, neue Tasche zu haben, finde ich super. Meist hatte ich aber  bisher entweder zu wenig Zeit oder ich hatte keine geeigneten Stoffe da und dafür extra welche kaufen, das wollte ich dann auch nicht. Und dieses Mal hat alles gepaßt.

Stoffe und Zubehör waren vorhanden – bis auf die Kordeln, aber die kann man ja schnell besorgen. Ösen hatte ich auch keine da. Aber zu denen habe ich eh kein besonders gutes Verhältnis. Denn bisher habe ich nur einmal Nieten in Stoff eingeschlagen und von der Rückseite sahen die nicht wirklich toll aus. Der Stoff war um die Niete ziemlich gefranst… von vorne alles gut, aber eben nur von vorne. Aber bei dieser Tasche hat man ja die Wahl: entweder Ösen oder Tunnelzug.

Anfangs dachte ich, mein Hauptstoff würde auch für den Verlängerungsteil noch ausreichen. Aber dafür war es dann doch zu wenig. Zum Glück hatte ich mir vor einiger Zeit beim Möbelschweden diesen tollen Katzenstoff gekauft und ich finde, die Stoffe passen doch auch ziemlich gut zusammen 🙂

Die Kordelstopper habe ich aus Kunstleder selber genäht und noch mit einem Schneeflockenknopf verziert. Sieht gut aus, aber so richtig praktikabel … es geht… fürs erste reicht es und funktioniert auch… und sieht vor allem schön aus. Aber ich denke, ich werde mir über kurz oder lang doch noch zwei richtige Kordelstopper kaufen.

Zum Abschluss möchte ich mich ganz herzlich bei Sabine und dem ganzen Team von Farbenmix für die unheimliche Mühe, die Ihr Euch jedes Jahr mit diesem Adventsprojekt macht, bedanken: DANKE, einfach nur klasse. Hoffentlich behaltet Ihr diese Tradition noch lange bei 🙂 Hier könnt Ihr Euch übrigens noch ganz viele andere Designs dieser Tasche anschauen. Es ist wirklich jede Tasche anders 🙂

Liebe Grüße, Brigitte

Verlinkt zu: Creadienstag, HOT, Link Your Stuff und Farbenmix

Darf ich vorstellen: Die Enten-Clique

Das ich Quietsche-Enten toll finde, ist ja zwischen den Zeilen manchmal schon deutlich geworden 🙂 Was passiert also, wenn so jemand wie ich in einem Buchladen an einem neuen Büchlein vorbeikommt mit dem Titel „Quietsche-Entchen häkeln“ von Carola Behn…. Ohne Worte 🙂 So was MUSS mit nach Hause. Ja, und was dabei so rauskommt, habe meine Instagramleser schon vor geraumer Zeit sehen können :

Hier ist sie noch etwas schüchtern…

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Aber das gibt sich dann…

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Irgendwann klappt dann auch das Posing 🙂

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Ist sie nicht einfach nur herrlich?!? Sie war die Erste!!

Aber bei einer ist es nicht geblieben… wie könnte es auch anderes sein 🙂

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Sie machen soviel Spaß 🙂 und relativ schnell gehen sie auch. Ich häkle die Enten total gerne 🙂 Mittlerweile gibt es auch noch zwei Enten-Docs hier, denn auch Enten müssen ja mal zum Arzt und da muss sich dann auch jemand kümmern können 🙂

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Gehäkelt habe ich sie aus der auch im Buch empfohlenen Wolle „Bravo“ von Schachen*ayr mit Häkelnadel Nr. 3. Ist jetzt nicht unbedingt meine Lieblingswolle, da zu 100 % Polytier, aber für diese Arbeit perfekt. Dichtes Maschenbild, Füllwatte bleibt da wo sie hin soll und es gibt diese Wolle in allen nur erdenklichen Farben. Das ist natürlich für solche Enten super…

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Generell ist die Anleitung gut verständlich und man kann damit wunderbar die Enten nachhäkeln. Wie es mit den verschiebenden „besonderen“ Enten ist, kann ich nicht sagen, davon habe ich nur die Bademeister-Ente gehäkelt und auch da war die Anleitung super.

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Also, wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht für Entenliebhaber… noch ist genug Zeit 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

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Herbstjacken-Knit-Along: die Vorstellung

Was ist das tolle, wenn der Sommer zu Ende geht? Es macht noch mehr Spaß Strickjacken zu stricken 🙂 Passend dazu haben Luise und Sylvia den diesjährigen „Herbstjacken-Knit-Along“ ausgerufen. Und na klar, da muss ich auch mitmachen. Allerdings weiß ich noch nicht so ganz, was ich machen werde… Gilt auch ein Projekt, dass einige Tage vorher gestartet ist? Meine aktuelle „Flaum-Jacke“ habe ich am 3. September begonnen, darf die mitmachen? Aktuell sieht dieses Jäckchen so aus:

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Sie besteht aus zwei Fäden, sprich zwei Garnen. Zuerst habe ich mir das wunderbare Lang Yarns Garn Cara gekauft. Eigentlich ein tolles Garn. Hauchdünn, wie extremes Lacegarn, aber mit langen Seidenfäden, dadurch fühlt es sich einfach nur genial an. Aber solo verstricken? Geht gar nicht. Ich habe es versucht und es war so gar nicht meins. Weder vom Stricken an sich noch vom Ergebnis. Dann habe ich Ausschau nach einem Partnergarn gehalten. Und wie das manchmal so ist, findet man an eher ungewöhnlichen Orten genau das passende: im Supermarkt 🙂 Da gab es Reggia-Sockenwolle in einem Jeansblau, perfekt zum Kombinieren. Und das Ergebnis sieht doch toll aus 🙂

Ansonsten überlege ich, wenn ich es denn zeitlich neben dieser aktuellen Jacke schaffe, ob ich am KnitAlong von Andi Satterlund teilnehme. Er läuft ungefähr zeitgleich wie der Herbstjacken KAL. Gestrickt wird ihre neue Anleitung „Blaster„. Wolle läg auch bereit, aber ich bin noch unentschlossen…

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Dann steht noch die Jacke „February Lady Sweater“ auf meiner Liste. Auch hierfür liegt das Garn bereit und diese Jacke würde für den Herbst auch eigentlich besser passen, als das Modell Blaster… Ihr seht, ich bin da echt noch unschlüssig…

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Thema für dieses erste Treffen bei Luise ist ja auch neben der Vorstellung der Strickpläne etc. auch das Thema „Maschenprobe“. Ja, ich weiß, die meisten mögen dieses Arbeit gar nicht und lassen sie auch gerne unter den Tisch fallen. Aber seit so gut einem Jahr mache ich wirklich immer eine solche Maschenprobe. Immer heißt allerdings: nur für Sachen, die passen müssen, sprich Jacken, Pullover oder Mützen. Für Tücher mache ich mir die Mühe auch nicht.

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Ich stricke dafür immer ein Quadrat oder Rechteck in glatt rechts mit einem Rand aus Krausrechts, damit sich dieser nicht einrollt. Oft stricke ich dann allerdings nur so ca. 7 cm hoch und messe dann die Reihen über 5 cm aus. Anschließend wasche ich die Maschenprobe und spanne sie. Erst dann messe ich sie aus. Und ich finde diese Arbeit lohnt sich, denn die Klamotten passen einfach besser. Damit ich was von dieser Arbeit habe, tackere ich anschließend einen kleinen Zettel aus dünnem Karton oder festem Papier an die Maschenprobe mit Angabe des Garns, der verwendeten Nadel und dem Ergebnis der Maschenprobe. Denn oft verwendet ich das gleiche Garn noch einmal und dann kann ich einfach nachsehen und muss nicht wieder bei Null anfangen.

Diese Idee habe ich übrigens bei Marisa von maschenfein in ihrem Trailer zum makeristkurs Maschenproben gesehen und seitdem mache ich es auch so. Vorher habe ich immer eine Kordel mit Zettel drangemacht auf dem dann diese Angaben standen, aber die verknoten sich und reißen auch schnell ab.

Hoffe jetzt, dass ich nicht zuviele neue Idee finde, wenn ich mir die anderen Projektvorstellungen hier ansehe…

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

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Drei auf einen Streich…

Was kann man bei diesem merkwürdigen Sommerwetter einfach immer gebrauchen? Richtig, Tücher 🙂 Denn egal wie warm es ist, es dauert nicht lange und es kommt der nächste Regen auf oder es wird windig oder einfach nur kühl, spätestens abends. Und dann gibt es nichts besseres als Tücher. Heute zeige ich Euch direkt drei auf einen Streich, also drei Tücher nach der gleichen Anleitung:

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Ich liebe diese Half-Granny-Tücher. Sie sind super praktisch und vor allem kann man sie wunderbar mindless nebenbei Häkeln. Und Häkeln geht ja meist noch entspannter als Stricken, denn es können einem ja keine Maschen runterfallen…

Half_Granny_Tuch_1

Gehäkelt habe ich die beiden großen Tücher aus einem Verlaufsgarn von Wollium (100g). Das Garn besteht jeweils aus vier Fäden, bei denen nach einer gewissen Zeit immer ein Faden ausgetauscht wird, so entsteht der Farbverlauf. Ich mag dieses Garn sehr gerne, weil es einen sehr angenehmen Griff hat. Verstrickt habe ich es auch schon mehrmals – zeige ich Euch demnächst – aber da ist es nicht mein Lieblingsgarn, weil man sich schon sehr auf das Garn konzentrieren muss, sprich man muss genau aufpassen, dass man bei jeder Masche immer alle vier Fäden erwischt, da das Garn nicht verzwirnt ist. Wenn man ein Fädchen vergisst, zieht sich da eine Schlaufe, was nicht so schön aussieht. Kann man alles retten, ist aber etwas weniger chillig. Häkeln ist da viel gemütlicher 🙂

Das kleinere Tuch habe ich aus einem Mohairgarn mit einem Sockenverlaufsgarn gestrickt. Da ich von dem Mohairgarn nur zwei Knäule hatte und vom Sockelgarn nur einen, ist das Tuch etwas kleiner geworden. Aber da  diese Garne sehr warm sind, reicht es völlig 🙂

Die Anleitung zu diesem Tuch findet Ihr übrigens hier. Sie ist kostenlos und macht wirklich Spaß 🙂

Und jetzt begebe ich mich an den Nähtisch. Mittlerweile stapeln sich da so einige Anleitungen zu Mini-Taschen und vielleicht wird dann ja noch was im August fertig 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

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Finale KSW16 mit der Kurventasche

Nun ist es endlich soweit, wir dürfen unsere Ergebnisse vorführen 🙂 Die liebe Marita hat dieses Mal die Kreative Stoffverwertung ausgerichtet und ich hatte das Glück dabeisein zu dürfen 🙂 In diesem Post habe ich Euch bereits einen Blick durchs Schlüsselloch gegönnt:

Blick_durchs_Schluesselloch

Und heute nun das Ergebnis:

Kurventasche_Collage

In der Collage könnt Ihr am Besten sehen, was ich gemacht habe. Marita hat uns einen traumschönen Stoff zugeschickt. Er wechselt von lila über orangerot zu Gold. Ich fand den Stoff von Anfang an toll, meine Farben 🙂 Hätte ja auch was ganz Komisches kommen können, weiß man ja nie…

Mir war direkt klar, der Stoff muss irgendwie zu einer Tasche werden. Aber wie? Denn so riesig sind die Stoffstücke ja nicht bei dieser Aktion und als ich für die Kurventasche (Taschenspieler 3 CD von Farbenmix) das senfgelbe Kunstleder im Laden gefunden hatte, wußte ich, die beiden werden kombiniert.

Kurventasche_1

Ich habe lange überlegt wie. Und das Ergebnis ist ein edles Innenfutter für meine Kurventasche. Ich finde sie so, so toll 🙂 Normalerweise nehme ich meist irgendwelche Stoffe fürs Futter, die farblich zwar passen, aber ist ja Innen… Aber dieses Mal habe ich eine Tasche, die von beiden Seiten schick ist. Weiß zwar nur ich, aber das ist bei schöner Unterwäsche ja genauso 🙂 Da der Stoff nicht für das komplette Innenfutter ausgereicht hat, habe ich die beiden Seitenteile aus dem gelben Kunstleder vom Außenstoff genäht.

Kurventasche_5

Generelle war die Idee mit dem Kunstleder bei dieser Tasche für mich nicht die beste. Optisch super und ich bin vom Ergebnis auch wirklich begeistert. Aber nähtechnisch war es gruselig. Denn die Kurven dieser Tasche nur mit kleinen Clips zu stecken, ohne zig Nadeln… Ich hab ziemlich geflucht. Bei der nächsten Tasche werde ich mir den Schnitt und die damit verbundenen schwierigen Stellen genauer ansehen und danach den Stoff kaufen.

Kurventasche_4

Zum Abschluss habe ich noch einen kleinen Schmetterling als Taschenbaumler genäht, aus einem Reststück des Stoffes 🙂

Kurventasche_2

Liebe Marita, vielen Dank für die ganze Arbeit und Mühe, die Du in diese Aktion gesteckt hast. Es hat mir großen Spaß gemacht, dabeizusein:-) Was die anderen Teilnehmer der KSW 16 so alles gezaubert haben, könnt Ihr hier bewundern.

Liebe Grüße, Eure Brigitte

Verlinkt zu: KSW 16, AppelKatha, Taschen und Täschchen, Taschenspielertrick 3 Sew Along, Creadienstag und HOT

P. S. Ich möchte mich ganz, ganz doll für die lieben Kommentare zu meiner Grannydecke bedanken. Leider komme ich im Moment nicht immer zum Antworten und zum Kommentieren. Das die Decke so gut ankommt, freut mich riesig. Grannies häkeln macht süchtig. Danke 🙂

Die Kosmetiktasche, die mitwächst

So was nenne ich mal richtig praktisch: eine Kosmetiktasche, die mitmachst 🙂 Will man nur kleine Flaschen oder einfach wenige Sachen mitnehmen, benutzt man die unteren Druckknöpfe…

Kosmetiktasche_1

… hat man große Flaschen zu verstauen, nimmt man die oberen. Wirklich ideal 🙂

Kosmetiktasche_2

In der Anleitung sind nur die unteren Knöpfe eingetragen, also Knöpfe oder Klettband. Aber ich wollte eine möglichst große Flexibilität und daher habe ich einfach ein gutes Stück weiter oben noch einmal Kamp Snaps angebracht. So kann ich die Tasche beliebig verwenden 🙂

Entstanden ist diese Tasche im Rahmen des Taschenspieler 3 Sew Alongs von Emma. Die Anleitung findet Ihr wie immer auf der Taschenspieler 3 CD von farbenmix. Das Schnittmuster ist auch ideal für Anfänger, denn es besteht nur aus insgesamt vier Schnittteilen (zwei für Innen und zwei für Außen) und geraden Nähten.

Für Innen sollte man möglichst abwaschbare Stoffe verwenden, also Wachstuch oder beschichtete Baumwolle. Ich habe ein Stück von einem alten Duschvorhang genommen, der komplett aus Kunststoff besteht. Wirklich Plastik, wie eine etwas dickere Tüte, ohne Stoffstruktur. Im Prinzip ideal für eine solche Innentasche, praktisch eher nicht zu empfehlen. Denn die Wendeöffnung der Tasche befindet sich im Boden der Innentasche… Und wenn die dann nur aus Plastik besteht… da reißt diese Wendeöffnung dann schnell ein… Ich konnte das Ganze aber relativ gut retten, indem ich einfach eine kleine Falte im Boden eingenäht habe und so den Riß darin verstecken konnte 🙂

Kosmetiktasche_3

Der Schnitt eignet sich perfekt für ein Last-Minute-Geschenk. Denn Kosmetiktaschen oder Kulturbeutel kann jeder brauchen und gerade diese, denn in dieser Tasche findet auch perfekt die Shampooflasche und das Duschgel aufrecht seinen Platz. Und sie geht richtig flott 🙂

Weitere tolle Modelle der Kosmetiktasche findet Ihr hier. Bei den nächsten Taschen mache ich Pause, denn diese Art große Kollegtasche ist nicht so meins. Aber sobald meine Modelle kommen, bin ich wieder dabei 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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Geldbeutel = Toolbox

Mittlerweile sind wir bei der dritten Tasche vom Taschenspieler 3 Sew Along: dem Geldbeutel. Gefallen hat mir dieser Schnitt der Farbenmix-CD von Anfang an, wobei mir auch sofort klar war, dass ich den Geldbeutel nicht als solchen benutzen werde.

Geldbeutel_1

Denn wie Ihr wisst, mag ich kleine Geldbörsen und der Geldbeutel ist schon recht groß. Und für Geld und Karten ist mir persönlich diese Tasche auch zu unsicher. Das Kleingeld ist zwar gut verpackt in einer gesonderten Reißverschlusstasche, aber die beiden anderen Fächer sind immer weit offen, wenn man den großen Reißverschluss öffnet. Wie ich mich kenne, würde jedesmal an der Kasse irgendwas Wichtiges rauspurzeln… Daher war klar, bei mir bekommt dieses Tasche ein andere Aufgabe 🙂 Darf ich vorstellen: meine neue Toolbox …

Geldbeutel_4

Endlich habe ich alle Utensilien, die ich zum Stricken oder Häkeln brauche, in einer Tasche zusammen und doch ordentlich getrennt 🙂 Absolut perfekt. In dem eigentlichen Münzfach sind alle Maschenmarkierer und die großen Sicherheitsnadeln. Die brauche ich z. B. zum Markieren der Reihen beim Sockenstricken. So ist es viel einfacher dafür zu sorgen, dass beide Socken auch gleich lang werden. In den beiden großen Außenfächern sind auf der einen Seite alle meine Häkelnadeln untergebracht und in der andere eine Schere, die Zopfnadeln, ein kleines Handmaß und die Nadelmaßkarte.

Geldbeutel_2

Alles zusammen, schnell greifbar und endlich nicht mehr an verschiedenen Stellen verstreut. Als Stoff habe ich wieder zwei Küchenhandtücher vom Möbelschweden verwendet, wie auch schon bei einem meiner Wolldascherln, das passt also auch 🙂

Geldbeutel_3

Als nächstes geht es mit der Kosmetiktasche weiter, aber dafür hab ich ja noch ein bisschen Zeit 🙂 Weitere tolle Geldbeutel findet Ihr wie immer bei Emma 🙂 Viel Spaß beim Stöbern.

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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