Flaum goes Flauschi

Besser kann man diesen Post nicht nennen 🙂 Meine heutige Jacke ist wirklich ein Flauschi sondergleichen und passend dazu heißt die Anleitung von Justyna Lorkowska „Flaum“. Gestrickt habe ich an dieser Jacke ja ziemlich lange… Sie hat als Herbstjacke für den KnitAlong 2016 begonnen… Lag aber nicht an der Anleitung oder so, mich hat zwischendurch einfach die Lust verlassen und ich habe diverse andere Sachen produziert 🙂 Um aus diesem Ufo endlich ein tragbares Teil zu machen, habe ich sie mit auf die Projektliste für „Auf der Nadel im April“ gesetzt und siehe da, bis auf ein Sockenprojekt, sind alle Projekte davon fertig, Tschaka!!!

Gestrickt habe ich diese Jacke mit zwei Fäden, einmal aus dem Garn Cara von Lang Yarns. Es besteht zu 32 % aus Seide, der Rest ist Nylon. Dieser Faden ist wahnsinnig dünn, aber auch super flauschig mit langen weichen Fasern. Aber ich konnte ihn nicht alleine verstricken. Eigentlich wolle ich aus der Cara eine Jacke oder einen Sommerpulli stricken, bin aber schon an einer Maschenprobe gescheitert. Mit Lacegarnen kann ich umgehen, aber das war hier wirklich eher ein Faden mit Flausch… Hat so gar keinen Spaß gemacht. Daher habe ich mich nach einem Begleitfaden umgesehen und habe – im Supermarkt, man mag es kaum glauben – Sockenwolle von Regia gefunden, die farblich absolut perfekt dazu gepaßt hat. Und als Kombi finde ich die Garne ideal. Hier könnt Ihr sehen, wie flauschig die Jacke ist 🙂

Als nun das Garnpaar feststand, habe ich mich auf die Suche nach einer passenden Anleitung gemacht. Und da fiel die Entscheidung dann ganz schnell auf Flaum. Könnte mir durchaus vorstellen, die Jacke nochmal zu stricken. Dann würde ich allerdings die Jacke im Ganzen länger stricken, d. h. später mit den Taschen beginnen. Aber auch so liebe ich die Jacke.

Hinten ist sie wie Ihr seht ein ganzes Stück länger. Dadurch kann man sie wunderbar zu Hosen und zu Kleidern anziehen. Gestrickt wird die Jacke von oben, ohne Nähte und auch die Taschen werden direkt eingestrickt.

Die Technik für die Taschen funktioniert gut, aber wenn man sie einmal angefangen hat, steht die Länge der Jacke fest, das sollte man bedenken, wenn man mit ihnen beginnt. War mir irgendwie nicht so klar, ansonsten hätte ich möglicherweise die Jacke noch ein bisschen länger gestrickt.

Das tolle an dieser Jacke ist, sie ist megagemütlich, warm und trotzdem schick. Finde, diese Strickjacke kann man auch durchaus mal als Ersatz für einen legeren Blazer verwenden. Und da sie nur für mich ist, darf sie heute auch zu RUMS.

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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12 Colours of handmade Fashion: GELB

Für diesen Monat hat sich Selmin die Farbe Gelb für ihre Aktion „12 Colurs of handmade Fashion“ ausgesucht. Manchmal ist das mit Farben ja so eine Sache, aber gelb fand ich von Anfang an super 🙂 Denn gelb ist ja auch eine Farbe mit vielen Nuancen und so für jeden irgendwie tragbar. Passenderweise hab ich mir schon vor ein oder zwei Monaten einen wunderschönen, etwas dickeren Strickstoff in gelb mit grau meliert für einen Strickmantel gekauft. Aber wie das so ist, dauert das manchmal mit der Umsetzung und da kam Selmin mit gelb genau richtig 🙂 Hier ist er

Ist dieser Strickmantel nicht toll? Er ist so ein Zwischending, kein richtiger Mantel, keine echte Strickjacke, aber auch kein Sweathoodie oder so. Als ich mir den Stoff ausgesucht habe, praktischer Weise ein Angebot im Stoffladen vor Ort :-), hatte ich zwar das Schnittmuster „Strickmantel“ von Frau Liebstes schon vor Augen, aber geplant war eher die mittlere oder sogar die kurze Variante. Doch als die Dame im Stoffladen den Ballen abrollte, erschien mittendrin ein dickes Loch, ein Produktionsfehler… Daher hat sie mir ein gutes Stück kostenlos dazugegeben und so hatte ich auf einmal relativ viel Stoff. Warum dann also nur die kurze Jacke nähen?

Also habe ich die Mantelversion zugeschnitten. Hat so grade gepaßt. Einer der Ärmel ist dadurch eher im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, aber so ist alles draufgegangen. Und ich bin echt froh, die Länge ist toll. Passt zu Hosen, sieht aber auch auf Kleidern gut aus. Hab ich allerdings noch nicht angehabt, Wetter passte irgendwie nie….

Bei diesem Schnitt kann man wählen zwischen Kapuze und verschiedenen anderen Kragenarten. Ich hab die Kapuzenversion genommen, fand ich witziger. Ist mal was anderes. Und auch richtig kuschlig. Genäht habe ich alles, bis auf die Säume mit der Overlook. Dadurch geht das Modell auch ziemlich schnell. Daher könnte ich mir auch gut vorstellen, diesen Mantel nochmal zu nähen, dann aber wirklich in der mittleren oder kurzen Version und ohne Kapuze. Solche Jacken, ohne Verschluss, die man einfach so drüberzieht, mag ich total gerne. Aber dafür muss ich erstmal den richtigen Stoff finden. Denn der ist bei diesem Schnitt super wichtig, denn ansonsten sieht das Ganze schnell aus wie ein Bademantel. Dazu gibt Frau Liebstes auch einige Tipps im EBook, also was sich eignet und was man lieber lassen sollte 🙂

Ich freu mich, dass ich dieses Mal pünktlich bei Selmins Aktion dabei bin und auch auf die vielen gelben Modell heute. Welche Farbe kommt wohl im Mai… bin sehr gespannt 🙂 Danke liebe Selmin für diese tolle Aktion und die viele Mühe, die Du da jeden Momat reinsteckst 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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Blusen Sew-Along 2017: Finale!!

Finale!! Und ich hab’s geschafft, meine erste Bluse ist fertig geworden!! Und ich liebe sie 🙂 Meine MaCalla von Frau Liebstes und hier ist sie:

Genäht habe ich sie aus einem terrakottafarbenen Leinenstoff. Im Original ist er nicht ganz so knallig, aber die Farbe läßt sich nicht gut fotografieren. Leider ist der Stoff, wenn man ihn sich genauer ansieht, nicht von so toller Qualität, leider… Denn es finden sich an mehreren Stellen kleine Löcher im Stoff, echt ärgerlich… Aber ich finde diese Bluse klasse und werde diesen Schnitt mit Sicherheit nochmal nähen 🙂

Im Ganzen hat alles sehr gut funktioniert. Kragen, Knopfleiste, Knopflöcher…. Es lief richtig gut und es ist wirklich war, man muss es einfach machen und nicht zu lange darüber nachdenken. Man kann sich solche Projekte auch wirklich unschaffbar denken… Totaler Quatsch 🙂

Im Detail war der Nahtauftrenner mein bester Freund, grrrrr…. Und das nicht etwa bei schwierigen Stellen, beim Kragen oder so. Nein, ich habe zum Beispiel das Vorderteil und das Rückenteil links auf links zusammen genäht…. Ohne Worte, das muss man erstmal hinkriegen… Aber nicht genug. Als ich die Ärmel eingesetzt habe, ist mir das Gleiche nochmal passiert, trotz Knipse und den Knöpfen zum Hochkrempeln…. Es ist echt nicht von Vorteil, wenn beide Seiten eines Stoffes absolut gleich aussehen….

Danke, liebe Elke, für diesen Sew-Along !! Ohne diesen Schubs hätte ich mit Sicherheit immer noch keine Bluse 🙂 Hier findet Ihr noch ganz viele andere tolle Blusen, richtig viel Inspiration. Mal sehen, was ich da noch so finde, denn Blusen nähen macht wirklich Spaß 🙂 Übrigens ist das natürlich meine Bluse 🙂 , darum darf sie heute auch noch zu RUMS.

Liebe Grüße, Eure Brigitte

Mein MysteryKAL-Schal: Building Blocks

In meinem Rückblick habe ich Euch ja schon „angedroht“, dass ich so einige Sachen aus dem letzten Jahr noch nicht gezeigt habe 🙂 Eins dieser Projekte ist der Schal „Building Blocks“ nach einer Anleitung von Stephan West.

Wie jedes Jahr im Herbst initiiert Stephan West einen MysteryKAL, d. h. man weiß, wie viel Wolle gebraucht wird, in welcher Stärke und wie die Maschenprobe ausfallen soll. Tja, und dann bekommt man jede Woche ein neues Stück von der Anleitung.  Ich habe für diesen Schal zwei handgefärbte Garne verwendet (das gelbe und das braunebeige) und zwei weitere Garne von Zitron (genaue Angaben findet Ihr bei ravelry). Meine bisherigen Mystery-Tücher findet Ihr hier und hier 🙂

Im Gegensatz zu den MysteryKALs in den letzten Jahren war der diesjährige wesentlich einfacher, was die Muster und die Anforderungen betraf. Kaum Brioche (Patentmuster), keine Lochmuster oder Zöpfe. Trotzdem gefällt mir der Schal super gut 🙂 und ich habe auch wieder einiges gelernt 🙂 Gestrickt habe ich übrigens die große Variante. Da ich genug Wolle hatte, dachte ich, mach mal… Das Ergebnis ist toll, aber der Weg am Ende war schon hart. Knapp 600 Maschen hat man zum Schluss auf der Nadel, das macht nicht wirklich Spaß. Alleine das Abketten mit einem ICord bei 600 Maschen… das zieht sich…

Wie Ihr auf den Bildern erahnen könnt, ist das Tuch einfach riesig, kaum zu fotografieren 🙂 Aber genau richtig bei dem aktuellen Wetter, super warm und kuschelig 🙂 So, und da Building Block für mich ist, darf das Tuch heute auch zu RUMS 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

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Der Winter kann kommen ….

…. denn mit meinen neuen Handschuhen bin ich bestens gewappnet 🙂

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Ich bin total begeistert 🙂 Handschuhe zu stricken macht genauso viel Spaß wie Socken zu stricken. Also mir …  Es ist nur ein bisschen friemeliger, da man, wenn man die Finger strickt, 8 Nadeln in der Hand hat: vier für den Finger und vier für den eigentlichen Handschuh. Aber wenn man für die Finger kurze Nadeln nimmt und die möglichst auch noch in einer anderen Farbe, klappt das wirklich gut.

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Gestrickt habe ich dieses Paar nach dem Makeristvideo von Marisa von maschenfein. Ich bin ja ein erklärter Fan von Anleitungsvideos und habe mir schon recht viele gekauft (auch das hier habe ich mir höchst-selbst gekauft, allerdings zum Frühbucherrabatt 🙂 !) Mit dieser Anleitung ist das Handschuhe stricken wirklich einfach. Gezeigt werden Fingerhandschuhe und auch Fäustlinge, beide nach den eigenen, individuellen Maßen. Das war auch der Grund, weshalb ich mir den Video gekauft habe, damit ich die Möglichkeit habe, jedem seine passenden Handschuhe zu stricken 🙂

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Als Wolle habe ich ein, wie ich finde, traumhaftes Sockengarn gefunden 🙂 Eigentlich ganz normales, popliges Sockengarn, ABER mit 10% Kashmir 🙂 Herrlich, super kuschlig (Lang Y*rns Super Soxx, Cashmere Color 4 Ply). Kostet allerdings auch rund doppelt so viel wie normales Sockengarn….

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Auch hier habe ich – zum Glück – wieder eine Maschenprobe vorab gestrickt und auch gebadet und gespannt, also feucht in Form gezogen. Hatte ich eigentlich gar nicht vor, ist ja Sockenwolle… Kenn ich ja, dachte ich …. Aber als ich so anfing, fragte der Punktemann so ganz nebenbei, ob ich denn auch hier wieder eine Maschenprobe gemacht hätte, wäre ja Schade, wenn ich mir die ganze Mühe mache – habe da noch so einige Projekte in Zusammenarbeit mit dem Christkind in Planung 🙂 – und dann passen die nicht…. Und er hatte Recht. Bei diesem Garn stricke ich scheinbar lockerer als „normal“, sprich ich brauche 2 Maschen weniger auf 10 Zentimeter. Das ist echt viel. Denn Handschuhe sind so ganz grob meistens irgendwas um 20 Zentimeter im Durchschnitt, heißt ich hätte ohne Maschenprobe rund 4 Maschen zu viel. Vier Maschen sind aber teilweise eine ganze Handschuhgröße… Ich kann also jedem nur empfehlen, macht auch bei solchen Projekten eine Maschenprobe, es lohnt sich.

Hier auf diesem Bild kann man es auch, glaube ich, erkennen: der linke Handschuh ist bereits gewaschen und der rechte nicht. Er ist kleiner, nicht extrem viel, aber kleiner.

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Und ich bin echt froh, dass meine Handschuhe nun fertig sind, denn ich konnte sie schon gut gebrauchen. Heute früh war es auf der Hunderunde doch ziemlich frisch… Fingerlose Handschuhe und ein paar Fäustlinge sind auch schon in Planung, aber zuvor müssen die Projekte mit dem Christkind fertig werden 🙂

Jetzt werde ich es mir mit Strickzeug und einer schönen Tasse Kaffee auf dem Sofa gemütlich machen, denn bei uns herrscht perfektes Strickwetter: kalt und nass 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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Und wieder drei auf einen Streich…

Wenn mir eine Anleitung gefällt, muss ich die wohl immer dreimal stricken oder häkeln 🙂 So scheint es zumindestens… Denn auch das Tuch „Fractal Danger“ von Martina Behm habe ich direkt dreimal gestrickt 🙂 Das erste, das ich Euch heute zeige – in der Farbe Beau, eine Mischung von Creme über ganz hellgelb zu mint 🙂 ist mein Tuch geworden…

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Aber von vorne: Für einen runden Geburtstag habe ich ein besonderes Geschenk gesucht, eines was man sich nirgendwo kaufen kann. Was liegt da näher, als ein schönes Tuch / Schal selbst zu stricken. Gleichzeitig sollte die Anleitung aber auch nicht zu kompliziert sein, denn ewig hatte ich für dieses Projekt auch keine Zeit. So bin ich auf die Anleitung von Martina Behm gestoßen. Ein effektvolles Tuch, das sich aber sehr angenehm und auch mindless stricken läßt.
Aber wenn man etwas verschenken will, muss man sich ja auch sicher sein, dass einem persönlich das Ergebnis gefällt. Heißt, zuerst habe ich mir selbst dieses Tuch gestrickt 🙂

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Bei meinem und auch bei dem Geschenk habe ich wieder das Baumwollmischgarn „Wollium“ verwendet wie auch schon bei den Grannytüchern. Zum Stricken finde es allerdings noch anstrengender als zum Häkeln. Denn zumindestens mir passiert es ständig, dass ich von den vier Fäden, die ja  nicht verzwirnt sind, nur drei erwische und das sieht man…. Also zurückstricken oder ribbeln und dann auf ein Neues…

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Da ich mir nicht sicher war, ob mir die Größe des Tuchs oder eher Schals ausreicht, habe ich bei meinem Schal den ersten Teil nicht wie in der Anleitung 16mal wiederholt sondern 23mal. Dadurch ist er wesentlich länger und auch etwas breiter geworden. Da mir diese Größe gefiel, habe ich sie auch bei dem Geschenkschal umgesetzt. Für diesen Schal habe ich extra eine eher neutrale Farbe gewählt (Denim-Petrol), denn Jeans passt, finde ich, zu allem.

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Aber ich wollte natürlich auch wissen, wie sich das Tuch in Originalgröße macht. Daher habe ich mir einen Knäul Sommersockengarn (Schoeller-Stahl Fortissima Cotton Stretch in Blue) mit in den Urlaub genommen und aus diesem Garn eine Schal genau entsprechend der Anleitung gestrickt und was soll ich sagen? Die Größe ist auch völlig ausreichend für einen Schal. Er ist zwar um einiges kürzer als die anderen, aber absolut ausreichend und zweckmäßig. Und durch den Baumwollanteil im Sommersockengarn ist er auch wesentlich angenehmer zu tragen, als wäre es normales Sockengarn.

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So, und da zwei von den drei vorgestellten Tüchern / Schals für mich sind, dürfen sie heute auch zu RUMS 🙂

Viele liebe Grüße, Eure Brigitte

P. S. Damit ist der Tücherberg aber noch nicht abgearbeitet 🙂 Ich werde Euch also in der nächsten Zeit noch ein paar andere Tücher präsentieren 🙂

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Herbst = Tücherzeit

Und was liegt da näher, als Euch ein Tuch zu präsentieren 🙂 Schals und Tücher stricken ist einfach toll. Irgendwie habe ich auch jedesmal das Gefühl, dass ein Tuch schneller fertig ist als eine Strickjacke oder ein Pulli. Ist eigentlich Quatsch, denn wenn man sich teilweise die Dimensionen von solchen Tüchern ansieht… Aber egal, Tücher sind auf alle Fälle toll und man kann auch nie genug haben 🙂 Daher werde ich Euch in der nächsten Zeit noch ein paar andere neue Tücher/Schals präsentieren 🙂

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Heute zeige ich Euch meinen Askews Me Shawl von Stephan West. Seine Designs sind super und immer anders und vor allem lernt man meist auch irgendetwas Neues. Bei diesem Tuch habe ich Freundschaft mit Patenmuster geschlossen 🙂 Bleibt einem im Prinzip auch nichts anderes übrig, denn das ganze Tuch wird in zweifarbigem Vollpatent gestrickt. Entweder man mag es nach einiger Zeit oder man beendet das Ganze vorzeitig und ribbelt…..

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Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Vor zwei oder drei Jahren habe ich mir traumhafte Wolle für einen Sommerpulli gekauft. Der Pulli stammte aus einem Filatiheft und ich fand ihn wahnsinnig schön. War aber zu dieser Zeit völlig ahnungslos, was Patent so bedeutet…. Tja, und dann habe ich angefangen und wie das oft so ist, wenn man die Maschen hin- und herschiebt, da rutscht einem, wenn man Pech hat, auch mal ein Schwung Maschen von der Nadel… Im Prinzip nicht schlimm, man fängt sie wieder auf, wenn sie sich nach unten gezogen haben, strickt man sie wieder hoch und alles ist gut…

Bei Patent sieht das leider anderes aus. Theoretisch kann man da wohl auch Maschen wieder hochstricken, aber ich nicht.  Das ist mir damals zwei oder dreimal passiert, jede Stelle extrem gut sichtbar und das war dann das Aus für diese Projekt. Und mein Fazit war, Patentmuster sieht klasse aus, aber ich mag es nicht.

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Aber wenn man Stephen West Designs mag, kommt man irgendwie nicht an Patent vorbei und mittlerweile ist ja auch zweifarbiges Patent mit Mustern modern – was noch toller aussieht 🙂 . Im letzten Jahr gab es ein großes Rudelstricken (Spring Scarf KAL) von ihm mit insgesamt 10 Anleitungen, unteranderem diesem Tuch. Damals habe ich noch geschwächelt, aber jetzt ist es da 🙂

Gestrickt habe ich es aus Lana Gr*ossa Cashcot. Ein tolles Garn, Baumwolle mit 15% Kashmir gemischt. Weich, warm und trotzdem nicht so megawarm…. Die Farben gelb, mittelbraun und petrol hatte ich noch aus anderen Projekten übrig und zwar von allem recht viel. Ich schätze jeweils so ca. 2-3 Knäule. Zusätzlich habe ich mir im Ausverkauf von dieser Wolle mal zwei Knäule in creme und in dunkelbraun dazu gekauft. So hatte ich genug, denn Paten schluckt ja ziemlich viel Wolle.

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Um direkt von Anfang an größere Katastrophen zu verhindern, habe ich ca. alle 10 Reihen einen Sicherheitfaden eingezogen. Falls ich eine Masche verloren hätte, hätte ich einfach bis dahin geribbelt, was ja überschaubar ist und wieder neu angesetzt. Habe ich nicht ein einziges Mal gebraucht, war klar, oder ?

Und mittlerweile stricke ich Patent auch wirklich gerne, habe sogar eine Strickjacke in Patent auf der Nadel:

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So wird aus einem Angstgegner ein Freund 🙂 Kann alles passieren beim Stricken 🙂 Und da dieses Tuch für mich ist, darf es heute zu vielen anderen schönen Sachen zu RUMs. Ich geh da jetzt eine Runde stöbern 🙂

Liebe Grüße, Eure Brigitte

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Restekissen zur Grannydecke

Da bin ich wieder 🙂 Gut erholt und mit vielen Ideen zurück aus einem richtig schönen und entspannten Urlaub mit dem Wohnmobil 🙂 Ach, so rumfahren und immer da Station zu machen, wo es schön ist, ist schon toll. Perfekt kann man damit natürlich auch Besuche machen…

Restekissen_1Haben wir alles gemacht und es war richtig schön. Die meiste Zeit waren wir an der Ostsee und haben da dann auch endlich mal die Sonne gesehen 🙂 Aber irgendwie scheint nur extrem zu gehen, denn prompt waren es dann 34 Grad… Aber mit Blick auf Meer ging das ganz gut 🙂 Allerdings war ich in dieser Zeit auf die virtuelle Welt bezogen recht untätig, denn oft hatte ich kein Netz oder nur ein seeeeehr langsames…

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Bis zu unserem Urlaub war ich allerdings nicht untätig. Meine Grannydecke kennt Ihr ja schon. Wie das allerdings bei solchen Projekten ist, bleibt immer noch eine kleine Menge Wolle übrig, mit der man dann meistens nichts Richtiges mehr anfangen kann. So ging es mir auch…

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Und dann hatte ich die Idee: ich verarbeite den Rest zu einem ordentlichen, gestreiften Granny. Ordentlich meint, jeder Streifen bzw. jede Reihe ist komplett, nicht wie bei meiner Restedecke, beider ich immer einen Wollrest so lange verhäkle bis er komplett verbraucht ist und dann, egal an welche Stelle ich bin, mit der neuen Farbe beginne. Das hat zu Folge, dass es wieder neue Reste gibt, die nun noch kleiner sind…. Aber auch daraus geht noch was: kleine Häkelblümchen 🙂 Ja, und davon habe ich dann soviele gehäkelt, wie es die Wolle hergab.

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Anschließend habe ich mir aus einer weißen/naturfarbenen Fleecedecke vom Möbelschweden zwei Kissen zugeschnitten (Endgröße 50 x 50 cm), beide mit Hotelverschluss. Vor dem eigentlichen Zusammennähen der Schnittteile habe ich auf die beiden Vorderseiten die Häkelteile aufgenäht. Auf das eine Kissen mittig das Granny und auf das andere Vorderteil habe ich die Häkelblumen verteilt. Anschließend habe ich die Kissen mit der Overlook zusammengenäht. So passen sie perfekt zur Grannydecke und verschönen nun ebenfalls unser Wohnmobil. Wer mir auf Instagram folgt, hat die Kissen schon kurz gesehen 🙂

Und jetzt werde ich mich mit viel Muse durch all die vielen Posts und Projekte arbeiten 🙂

Viele liebe Grüße, Brigitte

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Jersey mal anders

Bisher habe ich Jersey als Stoff verwendet, für Kleider oder Shirts. Aber Jersey gibt es ja auch als Garn zum Häkeln und Stricken. Nachdem ich das kostenlose Video bei Makerist zum Thema „Armreifen schnell und chic stricken“ entdeckt hatte, wußte ich, irgendwann muss ich das mal probieren 🙂

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Die Armreifen habe ich schon vor einer Zeit nach diesem Video gestrickt. Wer mir auf Instagram folgt, hat sie schon gesehen 🙂 Klappt wirklich super und ist auch trotz der dicken Nadeln und dem dicken Garn relativ angenehm. Denn mit diesem dicken Garn zu arbeiten ist schon gewöhnungsbedürftig, zumindestens für mich. Wenn ich mit recht dicken Nadeln stricke oder häkle verkrampfen meine Finger sehr schnell und daher ist es nicht so wirklich meins. Ab Nadelstärke 6 muss ich nicht so wirklich haben und die Armreifen habe ich mit 10 gestrickt…

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Da ich dachte ein Armreif ist langweilig 🙂 habe ich mir direkt zwei verschiedene Farben gekauft, einmal braun und einmal weiß mit dunkelbraunen Flecken. Und die Armreifen gehen wirklich richtig schnell und tragen sich super angenehm. Aber mehr Armreifen brauchte ich nicht und daher habe ich aus dem recht großen Jerseygarnrest ein Körbchen gearbeitet. Das Körbchen habe ich einfach frei gehäkelt. Also erst einen runden Boden und als ich meinte, der ist groß genug und die Garnmenge passt, habe ich die Seitenwänden hochgehäkelt. Meine dickste Häkelnadel hat die Stärke 8, daher habe ich die verwendet.

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Aber ich war sehr froh, als der Korb fertig war. Denn mit diesem dicken Garn häkeln… Es wird nicht mein Hobby. Das Stricken der Armbänder war wesentlich angenehmer, wobei man sagen muss, das die auch viel kleiner sind als der Korb und somit viel schneller fertig sind… Es ist aber durchaus möglich, dass ich mir, wenn ich coole Farben von diesem Garn sehe, mir wieder welches kaufe, für weitere Armreifen. Denn die finde ich echt klasse 🙂

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Weitere tolle selbstgemachte Dinge findet Ihr heute wie immer bei RUMS, da wandern meine Armreifen und der Korb jetzt auch hin, sind ja schließlich für mich 🙂

Viele liebe Grüße und Euch allen noch einen sonnigen Abend, Eure Brigitte

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Jahresdecke 2016: Die beiden Neuen!

Das hätte ich zu Anfang des Jahres, als ich mich bei Bella zum Projekt Jahresdecke 2016 eingetragen habe, auch nicht gedacht, dass ich Anfang Mai bereits meine zweite und dritte Decke angefangen habe und Nummer 1 fertig ist… Aber so ist das manchmal, man leckt einfach Blut und dann läuft es wie von selbst 🙂 Hier nochmal meine fertige, erste Jahresdecke 2016:

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Da mir dieses Grannyhäkeln so unheimlich viel Spaß gemacht hat, dachte ich mir, wäre es doch vielleicht auch eine gute, angenehme und vor allem auch schnelle Methode, meine Sockenwollreste endlich zu reduzieren… Davon habe ich ja so einige, denen ich in diesem Jahr an den Kragen will 🙂 Und so habe ich damit begonnen, einfach die gleichen Grannies wie bei der ersten Decke aus Resten zu häkeln – nur etwas größer.

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Da die Decke aus vielen zum Teil auch kleinen Resten besteht, wird sie ziemlich bunt und passt eigentlich nirgendwo so richtig hin. Aber ich habe die ideale Verwendung für sie gefunden: Es wird meine Gartendecke 🙂 Denn wenn ich draußen auf der Gartenbank oder einem der Gartenstühle sitze, kann es durchaus vorkommen, dass ich eine Decke brauche. Aber der Punktehund liebt den Garten auch sehr und besonders das Buddeln… Und was ist schöner, als sich glücklich und mit dreckigen Füßen zu Frauchen auf die Decke zu legen… Heißt, die Decke sollte möglich robust und unempfindlich sein. Was passt da besser als eine Decke aus Sockenwolle. Die verträgt sowohl Waschmaschine als auch Wäschetrockner 🙂 Ideal 🙂

Während ich meine Wollreste zusammengetragen habe, bin ich über eine Kiste gestolpert, in der so ca.15 kleine Quadrate lagerten. Denn bereits vor rund zwei Jahren habe ich den ersten Vorstoß in Richtung Sockenwollrestedecke gestartet. Damals habe ich die Quadrate gestrickt und als Muster ein einfaches Schachbrettmuster aus linken und rechten Maschen genommen, damit die Vorder- und Rückseite gleich aussehen.

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Leider hatte ich irgendwann dazu keine Lust mehr und sie wanderten in die Kiste. Nun werde ich sie mit in die neue Decke integrieren. Mein Plan ist es, die kleinen, gestrickten Quadrate mit naturfarbener Sockenwolle – die ich natürlich dafür extra gekauft habe 🙂 – zu umhäkeln und sie dann anschließend in die Gesamtdecke einzubauen.

Restedecke_4

Wie ich das genau mache, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich in der Mitte ein Quadrat oder ein Rechteck aus gestrickten, kleinen Quadraten zusammensetzen, dieses mit den gehäkelten Grannies umschließen und dann außen herum so lange das Ganze umhäkeln, bis meine Reste leer sind. Irgendwie so, mal sehen, wie es sich am Ende ergibt.

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Eigentlich sollte ein solches Projekt ausreichen. Aber „leider“ habe ich bei Instagram den Dropscal entdeckt, der just im April angefangen hat 🙂 „The Meadow Mystery CAL“, sprich es wird eine Decke gehäkelt, von der man nicht weiß wie sie am Ende aussieht. Jede Woche wird ein neuer Teil, ein Clue, veröffentlicht und man kann weiterhäkeln. Mittlerweile ist Clue 6 fertig und nächsten Dienstag erscheint Clue 7. Insgesamt dauert dieser CAL 18 Wochen. Die bisherigen Anleitungen findet Ihr hier. Ausgesucht habe ich relativ dezente Farben. Die Basis ist weiß plus hellgelb, hellblau, jeansblau und dunkelblau. Diese Decke wird dann, sobald sie fertig ist, unsere Küchenbank schmücken 🙂 Und so sieht da Ganze bisher aus:

Clue 1

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Clue 2 und 3

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Clue 4

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Clue 1-4 zusammen

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Clue 5

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Clue 6

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Diese bunten Blumengrannies zu häkeln macht unheimlich viel Spaß und geht auch echt schnell. Bisher war das wöchentlich Pensum auch super zu schaffen: man musste immer jeweils 5 Grannies je Clue häkeln. Perfekt 🙂 Ich freu mich schon auf nächsten Dienstag…

Hier findet Ihr den aktuellen Stand der anderen, wunderschönen Jahresdeckenprojekte, wie immer bei Bella von Herzensüß. Da beide Decken für mich sind 🙂 , dürfen die beiden heute natürlich auch zu RUMs.

Liebe Grüße und ein wunderschönes langes Wochenende, Eure Brigitte